Überarbeitung im Job: Darauf sollte man achten

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Haben Sie das Gefühl, dass einige Mitarbeiter gestresst wirken und sich kaum noch konzentrieren können? Kann es sein, dass Sie Ihren Angestellten zu viel abfordern oder dass der Druck der Selbstoptimierung auf ihnen lastet? Ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement beugt Überarbeitung im Job – der Vorstufe eines Burnouts – vor.

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

Wir leben in hektischen Zeiten. Hier muss ein Projekt noch fertiggestellt werden, während die nächste Aufgabe schon in den Startlöchern steht und dringend begonnen werden muss. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern zu viel zumuten und die ersten Anzeichen einer Überlastung nicht erkennen, müssen mit einem höheren Krankenstand und langen Fehlzeiten rechnen.

Überarbeitung im Job durch Outsourcing vermeiden

Es gibt viele Aufgaben, die man outsourcen kann. Dies entlastet die festangestellten Mitarbeiter. Zum Beispiel kann man für die Suchmaschinenoptimierung und das Online Marketing eine erfahrene Full Service Agentur engagieren und eine große Last von den Schultern der Personal- und Marketingabteilung in der Firma nehmen.

In Spitzenzeiten kann es auch ratsam sein, Zeitarbeiter zu engagieren und jedem Mitarbeiter so seinen wohlverdienten Jahresurlaub im Wunschzeitraum zu ermöglichen. Auch das ist ein wichtiger Schritt zur Vermeidung von Überarbeitung im Job, die nach einigen Monaten Durcharbeiten nicht lange auf sich warten lässt.

Gesundheit am Arbeitsplatz: Diese Maßnahmen sind entscheidend

Die Grundlage der Entlastung ist ein ergonomischer Arbeitsplatz. Dazu gehören ein höhenverstellbarer Bürostuhl und ein ebenso verstellbarer Schreibtisch, eine augenfreundliche Beleuchtung und ausreichend Pausenzeiten zur Entspannung. In Unternehmen mit klaren Strukturen und einem guten Gesundheitsmanagement melden sich deutlich weniger Mitarbeiter krank.

Wenn sich Mehrarbeit nicht vermeiden lässt, sollten die Überstunden geregelt und auf alle Mitarbeiter verteilt werden. Kein Arbeitgeber sollte erwarten, dass seine Arbeitnehmer rund um die Uhr erreichbar und auf Abruf arbeitsfähig sind.

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Soweit sollte man es nicht kommen lassen: Arbeitgeber unterliegen einer Fürsorgepflicht und sollten die Überlastung der Mitarbeiter vermeiden. (Bild: © Mediaparts | stock.adobe.com)

Wenn Sie diese Dinge beherzigen, haben Sie bereits einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Überarbeitung im Job geleistet. In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen ist das Gesundheitsmanagement sehr gut, was daran liegt, dass die Mitarbeiterzahl überschaubar ist und dass „man sich kennt”. Aber auch in großen Konzernen lässt sich ein betriebliches Gesundheitsmanagement gut umsetzen, wenn man für jede Abteilung einen Verantwortlichen abstellt.

Warum das Management „offene Ohren und Augen“ benötigt

Es ist ein Fakt, dass sich nur die wenigsten Arbeitnehmer und Angestellten die Überarbeitung im Job anmerken lassen. Noch immer gilt es als Schwäche, überlastet zu sein. Daher ist hier der Arbeitgeber gefragt, der sensibel auf die ersten Anzeichen reagieren und den betroffenen Arbeitnehmer ganz in Ruhe zu einem Gespräch auffordern sollte.

Woran erkennt man Überarbeitung im Job?

Sinkt die Leistung, sieht ein Mitarbeiter immer müde aus und wird er vielleicht von den anderen Angestellten gemieden, ist das ein Grund zum Einschreiten. Mit Empathie und Ruhe sollte man als Arbeitgeber das Gespräch suchen. Als Vorgesetzter sollte man in Erfahrung bringen, warum es dem Mitarbeiter schlecht geht und was man selbst zu einer Abänderung der Ursachen beitragen kann.

Wichtig: Nicht jeder Mensch hat gleichermaßen Redebedarf. Daher ist das eigene Einfühlungsvermögen die Grundlage dafür, dass sich ein überarbeiteter Mitarbeiter anvertraut und seine Probleme schildert.

Eine gute Work-Life-Balance gegen Überarbeitung

Der Mensch ist nicht fürs Sitzen geboren. Doch die meisten Jobs werden heute sitzend mit Blick auf einen Bildschirm ausgeübt. To Dos für Arbeitgeber sind in dieser Hinsicht: Ergonomische Büromöbel bereitstellen sowie zum Beispiel ein Fahrrad für sportliche Aktivität auf dem Arbeitsweg zur Verfügung stellen.

To Dos für Mitarbeiter im Homeoffice

Auch in Zeiten des Homeoffice ist es wichtig, dass die Firma auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter achtet. Dabei helfen feste Pausen- und Arbeitszeiten, um Abstand von der Arbeit zu gewinnen. Autogenes Training kann eine gute Möglichkeit sein, um den Kopf freizubekommen. Denn wer nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf Freizeit hat, kann kurzfristig höheren Anforderungen gerecht werden, da die Work-Life-Balance stimmt und da genug Zeit zum Entspannen bleibt.

Fazit: Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren, wenn Überlastung vermieden wird

Viele renommierte Unternehmen leben vor, wie sich die Überarbeitung im Job vermeiden lässt. Es gibt Gemeinschaftsbereiche, lange Pausen und Urlaubstage über Tarif. Eine Chefetage, die ihren Mitarbeitern zuhört und die Probleme vor ihrer Entstehung erkennt, kommt bei Arbeitnehmern sehr gut an und freut sich über einen verschwindend geringen Krankenstand. Es gibt eine ganze Reihe an Maßnahmen, der Überarbeitung im Job vorzubeugen und das betriebliche Gesundheitsmanagement so zu optimieren, dass alle Beschäftigten davon profitieren können und es annehmen werden.

HCC Redaktion

... schreibt über alle möglichen Themen rund um Mitarbeitergesundheit und Personal. Wichtige Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsplatzgestaltung, Psyche, Ernährung, Bewegung und weiteren Einflussfaktoren nachhaltiger Gesundheitsprävention. Neben Fachartikeln und Tipps & Tricks-Beiträgen werden Interviews mit einschlägigen Persönlichkeiten zu BGM, BGF und mehr veröffentlicht.

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