Übergewicht – Mehr essen in kürzerer Zeit

Menschen mit Übergewicht nehmen sich durchschnittlich weniger Zeit zum Essen als normalgewichtige. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Übergewicht: Mehr essen in kürzerer Zeit
Quelle: A. Reinkober / pixelio.de

44 Prozent der Übergewichtigen nehmen sich höchstens 20 Minuten Zeit für eine Hauptmahlzeit, bei den Normalgewichtigen gibt es mit 38 Prozent weniger Schnellesser. Normalgewichte essen zu 62 Prozent länger als 20 Minuten, bei den Menschen mit Übergewicht sind es nur 56 Prozent.

Langsam essen beugt nicht nur Übergewicht, sondern auch Sodbrennen und Blähungen vor

„Langsam zu essen hat vielerlei Vorteile“, sagte Dr. Wolfgang Reuter, leitender Arzt der DKV. „Es beugt Sodbrennen und Blähungen vor und lässt uns das Essen besser genießen. Außerdem werden wir so schneller satt.“ Eine halbe Stunde sollte man sich fürs Essen reservieren. So hat der Körper ausreichend Zeit, die Sättigung zu spüren und das entsprechende Signal vom Magen ans Gehirn weiterzuleiten. „Wer sehr schnell isst, verdrückt am Ende mehr als jemand, der sich mehr Zeit nimmt.“

Unterschiedliches Essverhalten auch zwischen den Generationen

Deutliche Unterschiede im Essverhalten gibt es nicht nur zwischen Dünn und Dick, sondern auch zwischen Alt und Jung. Fast die Hälfte der jungen Menschen unter 30 Jahren nimmt sich höchstens 20 Minuten Zeit zum Essen, 10 Prozent erledigen ihre Hauptmahlzeiten in höchstens 10 Minuten. Dagegen essen die Älteren tendenziell langsamer: 64,1 Prozent nehmen sich mehr als 20 Minuten Zeit.

Wie schnell man isst, hängt auch davon ab, ob man dabei Gesellschaft hat oder nicht. 12 Prozent der Menschen die allein leben, brauchen höchstens 10 Minuten für eine Hauptmahlzeit.

Bei den Menschen, die mit anderen zusammenwohnen, betrifft das nur 6 Prozent. Die DKV ließ im Rahmen des DKV-Reports „Wie gesund lebt Deutschland?“ 2012 die Menschen auch zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragen. Die Zahlen beruhen auf den Antworten von 3.000 Menschen, die im März und April 2012 von der GfK befragt wurden, und sind repräsentativ für die entsprechende Bevölkerung in Deutschland.

(ERGO)

HCC Redaktion

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