Was macht den Menschen glücklich?

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Was genau bedeutet das Wort Glück? Der Duden beschreibt Glück als günstige Fügung des Schicksals oder als einen Zustand der inneren Hochstimmung. Einen Leitfaden zum Glücklichsein suchen Sie im Nachschlagewerk allerdings vergebens. Der Grund dafür ist einfach: Glück ist so vielfältig wie der Mensch selbst. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine allgemeingültige Formel nicht existiert. Dass sich die Wissenschaft dennoch ausführlich mit den Themen Glück und Zufriedenheit befasst, wird unter anderem an Studien wie dem World Happiness Report deutlich.

Liegt das Geheimnis für Zufriedenheit in unserem Erbgut?

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Glück ist ein subjektives Gefühl. Doch es sind oft die gleichen Fragen, die bei der Suche nach den Dingen helfen, die Sie persönlich glücklich machen. (Bild: © drubig-photo | fotolia.com)

Dass nicht nur die äußeren Lebensumstände einen Einfluss auf unsere Fähigkeit haben, Glück zu empfinden, beweisen verschiedene Studien der letzten Jahre. Die Forschenden der Universität Edinburgh und dem Queensland Institut für Medical Research beispielsweise haben 973 eineiige und zweieiige Zwillingspaare analysiert. Das Ergebnis überrascht: Die Wissenschaftler fanden bestimmte Gene, die dem Menschen den Weg zum Glücklichsein ebnen können. Die Personen, die über diese Gene verfügen, sind allgemein resistenter gegen negative Einflüsse wie Stress und haben grundsätzlich eine positivere Einstellung. Gene können unser Glück demnach beeinflussen, jedoch geben sie keine Garantie für Zufriedenheit. Und im Gegenzug können auch Personen ohne diese „Glücksgene“ mit einer gesunden Haltung ein erfülltes Leben führen.

Sinn und Glück sind untrennbar verbunden

Glück hat immer etwas mit der eigenen Mentalität zu tun. Wenn Sie mit sich selbst unzufrieden sind, ständig mit Ihren Entscheidungen hadern und sich häufig mit anderen vergleichen, fällt Ihnen eine positive Denkweise deutlich schwerer. Menschen hingegen, die sich als Teil eines Ganzen sehen – sowohl privat als auch beruflich – sind glücklicher. Einen hohen Stellenwert nehmen in diesem Zusammenhang vor allem Aufgaben und Herausforderungen ein, die Ihnen am Herzen liegen und Ihren Interessen entsprechen. Wenn Sie den Sinn in Ihrem Leben vermissen, kann eine regelmäßige Reflexion über Ihre Werte und Wünsche eine Hilfe für ein glückliches Leben sein.

Reflexionsfragen zur Anregung

Um Ihnen einen Anhaltspunkt zu geben, wie Sie Ihren Fokus auf die positiven Aspekte in Ihrem Leben richten können, finden Sie nachfolgend einige Fragen zur Reflexion:

  • Worauf sind Sie stolz?
  • Was wollten Sie schon immer einmal ausprobieren?
  • Worauf möchten Sie zurückblicken, wenn Sie in Rente sind?
  • Was macht Sie richtig zufrieden?
  • Bei welchen Tätigkeiten vergessen Sie alles um sich herum?

Stellen Sie sich diese Fragen ruhig mehrmals und nach einigen Tagen erneut. Machen Sie sich auch Notizen zu Ihren Antworten. Erfahrungsgemäß verändern sich die Antworten im Laufe der Zeit: Sie werden ausführlicher und vielseitiger.

Das Glück muss sich die Waage halten

Auch beim Streben nach Glück gilt es, ein gesundes Maß zu finden. Wie Forschende der University of Michigan Ende der 1950er-Jahre herausgefunden haben, kann ein “Glücksrausch” durchaus negative Folgen haben. So starben beinahe etliche Versuchstiere am mutwilligen Selbstentzug von Nahrung und Schlaf im Rahmen von Versuchen, in denen bestimmte Gehirnareale gezielt stimuliert wurden. Sie vergaßen dauerhaft alles um sich herum – und wurden süchtig nach Glück. So dramatisch sind die Folgen eines solchen Glücksrausches für den Menschen zwar in der Regel nicht. Dennoch macht diese wissenschaftliche Beobachtung die Auswirkungen ein wenig bewusster. Denn wenn die Grenzen zwischen Glück und Euphorie verschwimmen, wird das Verhalten der Personen zunehmend riskanter. Eine „Überdosis“ Glück beeinflusst zudem Ihre Menschenkenntnis: Gutgläubigkeit wird gerne ausgenutzt und kann negative Konsequenzen haben.

Weiterführende Artikel zum Thema Glück

Wenn Sie mehr über das Thema Glück erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Beiträge über die glücklichsten Menschen der Welt und unseren Leitfaden für ein erfüllteres Leben in sieben goldenen Regeln.

HCC Redaktion

... schreibt über alle möglichen Themen rund um Mitarbeitergesundheit und Personal. Wichtige Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsplatzgestaltung, Psyche, Ernährung, Bewegung und weiteren Einflussfaktoren nachhaltiger Gesundheitsprävention. Neben Fachartikeln und Tipps & Tricks-Beiträgen werden Interviews mit einschlägigen Persönlichkeiten zu BGM, BGF und mehr veröffentlicht.

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4 Kommentare

  1. […] bewusst werden: Nach den Erkenntnissen der Glücksforschung gibt es keine Standardformel fürs Glücklichsein, denn jeder Mensch entscheidet für sich selbst, was Glück bedeutet. Das bedeutet auch, dass […]

  2. […] World Happiness Report 2018 (englisch, pdf). Lesen Sie dazu auch Teil Zwei und Drei unserer Serie: Was macht den Menschen glücklich? und Die 7 goldenen Regeln für ein glückliches und zufriedenes […]

  3. Vielen Dank für Ihre interessanten Impulse. Wir konnten ein paar interessante Gedanken für uns selber zum Thema Glück darin finden. Selbst wenn es das Leben gut mit uns meint, es unserem Umfeld und auch uns selbst gut geht, freuen wir uns im Leben immer über eine extra Prise Glück. „Vivre la vie“ gehört in Frankreich zur Lebensmaxime, bei uns Deutschen bleibt davon ein trockenes „Lebe dein Leben“. Es fehlt das Triumphierende der Sprache, der Aufschrei des Lebens, des Glücks für möglichst lange Momente. Vor unserem geistigen Auge assoziieren wir damit häufig, wie die Jugend in ihrer Unbeschwertheit auf die Dinge zuzugeht, völlig unbekümmert in einem Bewusstsein, dass es das Leben nur gut mit einem meinen kann. Es ist nicht schwer, Dinge zu finden, die einen glücklich machen. Der warme Frühlingswind, die Brise am Meer, das fröhliche abendliche Zusammensein. Auf die innere Haltung kommt es an und im französichen Vivre la vie schwingt etwas wie „Umarme das Leben“, halte es fest, mit allen Sinnen, lebe glücklich. Mit zunehmenden Alter bleibt es die Kunst des Lebens, jene Dinge festzuhalten, die uns glücklich machen. Uns eine gute Portion Unbeschwertheit und Jugend zu bewahren, selbst wenn sich die ersten kleinen Fältchen ins Gesicht graben. Lachfalten machen nicht alt, sie halten jung.Das Leben bleibt uns als Chance und Herausforderung auf der Suche nach Dingen, die uns glücklich machen, uns positiv einstimmen. Seien wir nicht allzu streng mit uns selbst. Halten wir das Glück fest, wenn es uns gefunden hat und lernen wir für unser Leben daraus. Glück schenkt uns Lebensfreude und Lebensmut, lässt uns auch manche schwierige Situation überstehen. Mit Optimismus und neuer Kraft sind wir fähig das Leben zu greifen und die Dinge hin zum Positive zu bewegen. Auf den Weg dorthin müssen wir die großen und kleinen Momente des Glücks pflegen wie eine zarte Pflanze im Garten. Den Boden bereiten, ihm die Nährstoffe zuführen und gelegentliches Gießen, vor allem wenn wir in der Hitze des Alltags zeitweise vergessen an uns zu denken, an unser ganz persönliches Glück.

  4. […] für ein passendes Geschenk zum Valentinstag richtet sich jedoch nicht nur an ein Geschlecht. Was die meisten Menschen (und damit auch Männer) wirklich glücklich macht, ist ein Präsent, welches vor allem einen großen Nutzen hat. Klassische Geschenkideen, über die […]

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