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Management

Ab in die Cloud?! Wie und warum Ihr Unternehmen effizient umziehen sollte

Alle ziehen um, ob im Privat- oder Jobkontext. Dieser aktuelle Trend braucht allerdings keine Umzugskartons. Vielmehr geht es um einen der größten Wachstumsbereiche der IT-Branche, die Auslagerung der eigenen Hardware oder Software mit dem sogenannten Cloud Computing. Warum Sie wissen sollten, was es für Unternehmen zu beachten gilt und welche Vorteile Ihnen Cloud Computing-Dienste bieten können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Cloud Computing: Die Idee hinter dem Trend

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Cloud-Lösungen sind im Trend und facettenreich. Das gilt im Privat- wie Unternehmenskontext. (Bild: © bsdrouin | pixabay.com)

Die Grundidee von Cloud Computing, was grob als Datenwolke übersetzt werden kann, ist simpel: IT-Infrastrukturen sollen über ein Rechnernetz bereitgestellt werden, wodurch diese weder auf lokalen Rechnern installiert, noch abgespeichert werden müssen. Zu den ausgelagerten IT-Diensten zählen beispielsweise die Anwendungssoftware, die Datenspeicherung oder Rechnerleistung. Sind diese umgezogen, greifen Privatpersonen oder Unternehmen nur über technische Schnittstellen, Protokolle sowie über eine Clientsoftware, was meist ein Webbrowser darstellt, auf die abgegebenen IT-Leistungen zu.

Verschiedene Servicemodelle je nach Nutzerbedarf

Bevor es ans Umziehen geht, sollten Sie abhängig vom Nutzungsinteresse zwischen drei verschiedenen Servicemodellen innerhalb des Cloud Computing unterscheiden:

1.   Infrastructure as a Service (IaaS)

Bei diesem Modell erhalten die Nutzer Zugang zu virtualisierten Hardware-Ressourcen wie Speicher oder Rechnern. Wenngleich die Installation oder der Betrieb der Software die Aufgabe des Nutzers bleibt, kann dieser frei den eigenen virtuellen Computer-Cluster oder Rechnerverbund gestalten. Cloudspeicher-Dienste, wie Google Drive oder Microsoft OneDrive, zählen zu den bekanntesten Formen des Cloud Computing und können für einen bestimmten Zeitraum angemietet werden um Daten zu speichern.

2.   Platform as a Service (PaaS)

Dieser Service beschreibt das Angebot von Programmierungs- sowie Laufzeitumgebungen. Jene beinhalten meist flexibel anpassbare Daten- und Rechenkapazitäten, wodurch der Nutzer zum Beispiel eigene Software-Anwendungen programmieren, ausführen lassen sowie selbst anbieten kann.

3.   Software as a Service (SaaS)

Im Unterschied zu IaaS und PaaS umfasst SaaS die Bereitstellung von Software-Anwendungen vom jeweiligen Anbieter des Cloud-Dienstes. Das begründet, weswegen dieses Servicemodell zum Cloud Computing als Software on demand (Software bei Bedarf) bekannt ist. In der Praxis erhalten Sie eine breit gefächerte Auswahl von Anwendungen, die zur nutzereigenen Infrastruktur passt.

Warum Sie nicht nur bares Geld mit Clouds sparen

Unabhängig davon, für welchen Service Sie sich entscheiden, liegt ein Vorteil auf der Hand: Sie können erheblich Kosten sparen. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Denn die oftmals erheblichen Investitionen in IT-Leistungen entfallen, wenn Sie in der Cloud bei externen Dienstleistern angemietet werden. Weder professionelles IT-Personal, das die Infrastruktur wartet oder instand setzt, noch die notwendige Computer-Hardware müssen intern aufgebracht und langfristig eingeplant werden. Daneben entfällt eine schwierig kalkulierbare, Langzeitkapitalanbindung. Das beinhaltet meist, dass Ihnen monatlich alle notwendigen Cloud Computing-Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Der Anbieter stemmt vor diesem Hintergrund auch die anfallenden Zahlungen für regelmäßige Neuerungen bei Hard- und Software.

Gezielt sparen Sie auch in Zusammenhang mit Ihrem Bedarf: je nachdem wie viel Speicherkapazitäten oder Softwareanwendungen Sie benötigen, können Sie das beim jeweiligen Cloud Computing Anbieter präzise anpassen. In Zeiten von flexiblen Arbeitsmodellen wie Homeoffice profitieren Sie zudem, dass die Cloud-Dienste ortsungebunden abrufbar und zugriffgeschützt von Anbieterseite sind. Das kann auch mit Blick auf Employer Branding vorteilhaft sein. Denn Ihre Mitarbeiter sind so nicht länger gezwungen, im Büro auf Daten zuzugreifen, sondern können mit dies mit ihren individuellen Lebensumständen kombinieren und etwa Meeting-Unterlagen von Zuhause aus vorbereiten. Kurz zusammengefasst sparen Sie Bares wegen

  • keiner anfallenden Kosten für professionell ausgebildetes IT-Personal,
  • keine hohen Ausgaben für spezielle Computer-Hardware,
  • Kostenersparnis von Cloud-Diensten gegenüber eigener Hard- oder Software Anschaffung
  • Entfallende Kosten für Hard- und Software Upgrades dank Cloud Computing-Anbieter,
  • keiner Langzeitkapitalanbindung mit Cloud Computing sowie besserer Kostenkalkulierbarkeit,
  • anpassbarem Volumen der Cloud-Dienstleistungen je nach Ihrem Bedarf,
  • sowie dem ortsunabhängigen Zugriff, der Ihr Employer Branding fördern und potenzielle Fluktuationen im Unternehmen senken kann.

Beachtenswertes bei Cloud Computing

Trotz der vielfältigen Vorteile, die Cloud Computing für Privatpersonen wie Unternehmen bietet, sollten einige Aspekte mitbedacht werden. Durch den Umzug der IT-Leistungen zu einem externen Cloud Computing-Dienstleister befinden Sie sich unweigerlich in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis. Das bedeutet, dass es im Falle von unzureichendem Service, wie ungenügender Kapazitäten oder Support, potenziell zu Beeinträchtigungen im Unternehmen kommen kann. Wesentlich ist zudem das Vorhandensein einer durchgehend funktionierenden Internetverbindung, die das Cloud Computing voraussetzt, aber in ländlichen Gegenden häufig nicht gewährleistet sein kann. Das Thema Sicherheit ist ferner ein Aspekt, dem Sie Beachtung schenken sollten: Denn die Nutzung von Datenspeichern außerhalb der EU unterliegt in der Regel anderen Datenschutzrichtlinien. Aufs Wesentliche konzentriert umfassen die Nachteile, ein

  • existierendes Abhängigkeitsverhältnis zum Cloud Computing-Dienstleister,
  • das Muss einer funktionierenden Internetverbindung,
  • sowie die Beachtung der Datenschutzrichtlinien des Cloud-Lösungsanbieters.

Fazit

Vor diesem Hintergrund bleibt festzuhalten: Cloud-Angebote erfreuen sich nicht ohne Grund zunehmender Beliebtheit bei Unternehmen. Die Vorteile liegen auf der Hand und ermöglichen ein agiles Unternehmensmanagement. Dennoch sollte vor einem Umzug in die Cloud präzise abgewogen werden, welche Nutzung vorgesehen wird und wie umfangreich welche Lösung effizient erscheint. Dementsprechend: Ab in die Cloud, aber mit Bedacht!

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