Arbeitsweg: Zwischen 07:00 & 08:00 Uhr kracht’s am meisten

Arbeitsweg, rushhour

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) beschränkt sich nicht allein auf den Arbeitsplatz. Auch auf den Arbeitsweg ist der Blick zu richten. Das beweisen unter anderem jüngst veröffentlichte Zahlen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Zwischen 07:00 & 08:00 Uhr am besten im Blett bleiben

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Arbeitsweg: Besondere Vorsicht gilt während der Rushhour. (Bild: Nabeel Syed / unsplash.com)

Das würden die meisten von uns wohl gerne. Schließlich ist Schlaf wichtig. Hochschuldozent Ulrich B Wagner warnt in Mythos Frühaufstehen Oder: Der frühe Vogel kann mich mal…! vor den gesundheitlichen Folgen, die Frühaufsteher zu befürchten haben. „[…] Studien zeigen, dass zu wenig Schlaf die Kernkompetenzen von Führungskräften aushebelt. Müde Menschen agieren wie Betrunkene: bei regelmäßig weniger als fünf Stunden Schlaf sinkt die Entscheidungsfähigkeit um 50 Prozent, die Gedächtnisleistung lässt um ein Fünftel nach.“

Auch die Zahlen der BGW zeigen: Frühaufsteher leben gefährlich. Auf dem Weg zur Arbeit kracht’s am häufigsten zwischen sieben und acht Uhr morgens. 2014 wurden ihr für diese Stunde fast 3.200 Wegeunfälle im Straßenverkehr gemeldet, etwa doppelt so viele wie für die Stunde davor und danach.

Sicher durch die Rushhour. Die BGW gibt Tipps

Die Ursachen einzig und allein im Schlafentzug zu suchen, wäre allerdings zu einfach. „Die Unfallhäufung zwischen sieben und acht Uhr hat natürlich damit zu tun, dass zu dieser Zeit besonders viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit sind und unterwegs viel los ist“, erklärt BGW-Mobilitätsexperte Lars Welk. Die Genossenschaft hat für Autofahrer folgende Tipps & Tricks zusammengetragen, damit diese sicher durch die Rushhour kommen.

Tipp 1: Genügend Zeit einplanen

Das beginnt schon mit dem rechtzeitigen Aufstehen: Wer in Ruhe in den Tag startet, ist sicherer unterwegs als diejenigen, die abgehetzt ins Auto steigen. Und wer etwas früher losfährt als eigentlich nötig, kann auch bei Stop-&-Go entspannt bleiben.

Tipp 2: An Kreuzungen und Einbiegungen besonders aufpassen

Dort passieren innerorts die meisten Unfälle.

Tipp 3: Ausreichend Abstand halten

Zu dichtes Auffahren gehört statistisch mit zu den häufigsten Fehlern am Steuer.

Tipp 4: Nicht vom Smartphone ablenken lassen

Nur mal schnell telefonisch etwas klären, eine SMS schreiben oder der WhatsApp-Gruppe antworten, kann im Straßenverkehr schnell schief gehen. Bereits seit 2001 darf während des Autofahrens nur mit einer Freisprecheinrichtung telefoniert werden. Doch trotz Verbot seitens des Gesetzgebers gehört das Telefonieren immer noch zu den Top-Ablenkungen beim Autofahren. Noch besser ist: Erst die Fahrt beenden oder in eiligen Fällen eine kurze Pause einlegen und abseits des Straßenverkehrs zum Mobiltelefon greifen.

Tipp 5: Auf die eigene Sichtbarkeit achten

Das gilt für alle Gruppen im Verkehr. Wer mit dem Auto oder dem Rad unterwegs ist, fährt am besten auch am Tag mit Licht. Auf dem Rad empfehlen sich zudem das Tragen großflächiger Reflektoren – gerade in der dunklen Jahreszeit.

Mit Text- und Informationsmaterial der BGW

Über die BGW:

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist eigenen Angaben zufolge für mehr als 7,7 Millionen Versicherte zuständig. Mehr über die BGW im Internet auf www.bgw-online.de

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