BGM als neuer Markt für Dienstleister

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen stellen Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiter eine immer wichtigere Thematik für den Unternehmenserfolg dar. Diese bringen aber nichts, wenn man hier nicht systematisch vorgeht. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist hierzu das wichtigste Instrumentarium. Hier bietet sich für Dienstleister ein intressanter Markt – vorausgesetzt sie sind gut ausgebildet.

Milliardenkosten mit konkreten Maßnahmen begegnen

Blaumann, Handwerk, Teamwork
BGM stärkt ebenfalls das „Wir-Gefühl“ innerhalb der Belegschaft. (Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)

Stress, Burnout, Depression & Co. bedeuten für das Sozialsystem jährlich mehrere Milliarden Euro an Kosten. In den nächsten Jahren wird aufgrund des demografischen Wandels der Altersdurchschnitt in den Belegschaften höher, was eine weitere Zunahme chronischer Erkrankungen und damit verbundener Ausfallzeiten vermuten lässt. Höchste Zeit also, diesem Wandel mit konkreten Konzepten zu begegnen.

BGM: Mehr als eine Gesundheitsmaßnahme

Betriebe, die ein BGM in ihrem Unternehmen aufbauen, können nicht „nur“ die Gesundheit ihrer Mitarbeiter dauerhaft verbessern und damit Ausfallzeiten minimieren, darüber hinaus hat das Erstellen gezielter Gesundheitskonzepte für Mitarbeiter weitere Effekte. So sind gesunde Mitarbeiter vor allem zufriedene Mitarbeiter und fühlen sich stärker an das Unternehmen gebunden. Auch für Außenstehende wird der Betrieb dadurch attraktiver, was bei einem, von vielen prognostizierten, Fachkräftemangel ein entscheidender Wettbewerbsvorteil (Employer Branding) sein kann.

Gerade KMU fehlt die Expertise

Das ist natürlich alles leichter daher gesagt beziehungsweise nieder geschrieben, als getan. Denn gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in einem besonderen (Abhängikeits-)Verhältnis zu ihren Mitarbeitern stehen, fehlt dies bezüglich oft die betriebsinterne Expertise in Form gut ausgebildeter Fachkräfte im Bereich BGM. So eröffnet dieses Thema Gesundheitsdienstleistern, die über entsprechende Kompetenzen verfügen, gute Perspektiven.

Nebenberufliche Lehrgänge als Einstieg

Diese just erwähnten entsprechenden Kompetenzen vermitteln beispielsweise nebenberuflichen Lehrgänge, wie sie die BSA-Akademie im Fachbereich BGM. Hiervon profitieren neben Unternehmen vor allem auch Gesundheitsdienstleister wie Fitness- und Gesundheitsunternehmen, die sich zusätzliche Einnahmemöglichkeiten erschließen.

Als Einstieg in die Thematik gilt die „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“, die Teilnehmer dazu qualifiziert, ein ganzheitliches Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) qualitätsgesichert aufzubauen, nachhaltig in die Unternehmensstruktur zu implementieren und systematisch weiterzuentwickeln. Wer als Betroffener beziehungsweise als am Thema Interessierter mehr darüber erfahren möchte, kann sich unter www.bsa-akademie.de näher informieren.

(cs)

HCC Redaktion

... schreibt über alle möglichen Themen rund um Mitarbeitergesundheit und Personal. Wichtige Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsplatzgestaltung, Psyche, Ernährung, Bewegung und weiteren Einflussfaktoren nachhaltiger Gesundheitsprävention. Neben Fachartikeln und Tipps & Tricks-Beiträgen werden Interviews mit einschlägigen Persönlichkeiten zu BGM, BGF und mehr veröffentlicht.

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1 Kommentar

  1. Ja, endlich wird die Gesellschaft wach, endlich reagieren auch Firmen verstärkt auf das Thema Gesundheit!

    Als Dienstleister im Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung (also Umsetzer konkreter Maßnahmen und nicht Prozessbegleiter im BGM) kann ich auch bestätigen, dass gerade KMU im Moment von diesem Trend anfangen zu profitieren.

    Allerdings finde ich die thematische Eingrenzung auf Burnout und Stress etwas kurz gegriffen. Aus meiner beruflichen Praxis kann ich sagen, dass auch andere Themen wie Bewegung und gesundes Essen für Betriebe durchaus spannend und lohnenswert sind.

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