Cola & Co. – machen Erfrischungsgetränke glücklich oder krank?

Erfrischungsgetränke gehören für viele Menschen zum Alltag. Experten betonen allerdings, dass zuckerhaltige Getränke besonders bei regelmäßigem Konsum große gesundheitliche Risiken mit sich bringen können und daher als reines Genussmittel betrachtet werden sollten.

Die Nährwerte von Cola & Co.

Coca Cola, Softdrinks, gesunde Ernährung
Cola und andere Softdrinks sollte man nur ausnahmsweise trinken. (Bild: Seth Doyle / unsplash.com)

In Deutschland sind Lebensmittelhersteller heute verpflichtet, auf den Verpackungen deutlich sichtbare Angaben zu den jeweiligen Inhaltsstoffen und Nährwerten zu machen. In den meisten Fällen sollte ein Blick auf die Tabelle daher eigentlich ausreichen, um den Konsumenten abzuschrecken. Viele Menschen greifen allerdings trotzdem jeden Tag zur zuckerhaltigen Flasche.

Ein Liter Coca Cola beispielsweise liefert stolze 420 Kalorien und 106 Gramm Zucker. Gleichzeitig sind aber keine nennenswerten Vitamine oder Mineralstoffe enthalten. Auch bei Fanta Orange handelt es sich nicht um ein gesundes Alltagsgetränk: Sie schlägt nämlich mit 390 Kalorien pro Liter zu Buche. Problematisch ist, dass viele Menschen Erfrischungsgetränke nicht als Genussmittel für besondere Gelegenheiten, sondern als normales Lebensmittel für den Alltag betrachten.

Light-Alternativen haben zwar weniger Kalorien, dafür belasten sie den Körper mit Süßungsmitteln, deren Langzeitwirkung noch nicht abschließend erforscht werden konnte. Erste Studien zeigen bereits, dass auch Menschen, die regelmäßig Light-Getränke zu sich nehmen, eher zu Übergewicht neigen.

Das Geschäft mit dem guten Gefühl

Kritiker der Soft-Getränke-Industrie haben durch ein Remake eines Coca Cola-Werbespots aus den 70ern nun versucht verstärkt darauf aufmerksam zu machen, dass zuckrige Erfrischungsgetränke zu Krankheiten wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Zahnfäule und starkem Übergewicht (Adipositas) führen können. Es wurde festgestellt, dass Getränkehersteller insgesamt etwa eine Milliarde US-Dollar pro Jahr ausgeben, um ihre Produkte zu bewerben, wobei immer stärker versucht wird den Kunden durch den Konsum der Getränke Glück und Freude zu vermitteln.

Glaubt der Vebraucher den Werbespots, dann reicht ein Glas Cola aus, um sich sofort besser zu fühlen. Oftmals werden Erfrischungsgetränke als Teil eines glücklichen, ausgeglichen Lebensstils dargestellt, wobei die gesundheitlichen Nachteile verschwiegen werden.

Warum Erfrischungsgetränke so schädlich sind

Zum einen liefern Erfrischungsgetränke dem Körper ein hohes Maß an Energie, so dass die meisten Menschen, die sie regelmäßig konsumieren, es kaum schaffen, die aufgenommenen Kalorien auch wieder abzubauen. Zum anderen handelt es sich dabei um einfache Kohlenhydrate, die vom Körper extrem schnell in Energie umgesetzt werden, so dass der Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellt und anschließend schnell wieder absinkt. Das Verlangen nach mehr Zucker kehrt daher schnell zurück, so dass ein Teufelskreis entsteht. Ein dauerhafter Konsum kann außerdem bewirken, dass der Insulinhaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht gerät und so den Weg für eine Diabetes-Erkrankung bahnt.

Erhöhtes Diabetes-Risiko trotz “light”

Neuere Studien zeigten sogar, dass Light-Getränke das Diabetes-Risiko ebenfalls steigern. Den Beobachtungen des Forschungsinstitutes INSERM zufolge reicht bereits ein halber Liter Light-Softdrinks pro Woche aus, um das Diabetes-Risiko um 15 Prozent zu steigern. Durch den Konsum von 1,5 Litern haben Patienten sogar ein um 59 Prozent gesteigertes Krankheitsrisiko.

Weiterhin kann es passieren, dass der ständige Konsum von Zucker den Zahnschmelz angreift und so zur Entstehung von Karies und Zahnfäule führt. Leben Patienten dauerhaft mit Übergewicht, dann kann dies dazu beitragen, dass das Risiko möglicher Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck oder Schlaganfälle steigt. Da das menschliche Herz-Kreislauf-System sehr komplex ist und sensibel auf Übergewicht reagiert, senkt der regelmäßige Erfrischungsgetränke-Konsum indirekt sogar die Lebenserwartung.

HCC Redaktion

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