Ernährungsmythen prägen (oft unbemerkt) den Alltag

Mann sitzt an Tisch und betrachtet Gemüse und Obst durch eine Lupe, in der Hand ein Brokkoli

Eine gesundheitsbewusste Ernährung gelingt nicht jedem Menschen gleich gut. Je nach Arbeitsumgebung kann man zudem die verschiedensten Strategien zur (Selbst-) Verpflegung im Berufsalltag beobachten. Um sich gesund zu ernähren, ist jedoch in erster Linie das richtige Wissen um eine gesunde Ernährung entscheidend. Nur: Insbesondere hier sind unzählige Ernährungsmythen im Umlauf, die jede*r zu kennen scheint. Diese Mythen zur Ernährung, über Auswahl und Lagerung von Lebensmitteln und gerade Gewichtsreduktion halten sich selbst dann hartnäckig, wenn sie längst widerlegt sind. Das Prekäre: Dieses Phänomen prägt auch unseren Ernährungsalltag – und zwar jeden Tag.

Kein Fleisch ist besser als weißes Fleisch ist besser als rotes Fleisch?

Mann sitzt an Tisch und betrachtet Gemüse und Obst durch eine Lupe, in der Hand ein Brokkoli
Immer wieder begegnen uns zahlreiche Ernährungsmythen. Doch nur wenige wissen mit Sicherheit, welche Fakt und welche nur falsche Mythen der Ernährung sind. (Bild: © Viacheslav Iakobchuk | stock.adobe.com)

Trotz aller hartnäckigen Ernährungsmythen steht inzwischen fest: Es gibt nicht die eine, gesündeste Ernährungsweise. Das liegt beispielsweise an den unterschiedlichen Stoffwechseltypen und allgemeinem Gesundheitszustand der Person. Dennoch gibt es grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen wie von der WHO, die in der alltäglichen Ernährung durchaus berücksichtigt werden sollten. Ein besonders prominentes Beispiel in diesem Zusammenhang ist der Verzehr von Fleisch. Interessant ist beispielsweise, dass eine vegetarische Ernährung bei bestimmten Personengruppen weiter verbreitet zu sein scheint. Einige relevante Faktoren sind etwa:

  • Das Land der Herkunft: Die meisten vegetarisch oder vegan lebenden Personen finden sich in Indien, gefolgt von China und Deutschland.
  • Die berufliche Stellung: Im Vergleich ernähren sich prozentual mehr Führungskräfte gesünder im Alltag – und vegetarisch.
  • Der Wohnort: Tendenziell leben Menschen, die weniger oder kein Fleisch essen, eher in der Großstadt.
  • Das Alter: Den größten Anteil der Vegetarier*innen und Veganer*innen machen Personen unter 30 Jahren aus.
  • Die körperliche Fitness: Viele von ihnen sind zudem sportlich aktiver als andere Personengruppen.

Allein an diesen fünf Punkten wird bereits deutlich, dass der Austausch eine zentrale Rolle spielt. Insofern bestimmen in erster Linie das eigene soziale Umfeld – online wie offline – und die eigene Motivation darüber, wie ausgewogen und gesund die Ernährungsweise ist.

Über den Tellerrand blicken – Ernährungsmythen und Wissensstand hinterfragen

In den Medien passiert es immer wieder, dass sogenanntes „Faktenwissen“ Schlagzeilen macht. Laut einer repräsentativen Online-Umfrage (August 2017, 1.023 Befragte) wird das Internet am häufigsten zu Gesundheitsthemen konsultiert. Allerdings gibt es auch zahlreiche Trend-Themen rund um Ernährung und Gesundheit, zu denen ununterbrochen publiziert wird – und es wird gelesen. Das Themenspektrum in diesem Bereich ist äußerst vielseitig, wie schon folgende Beispiele zeigen:

  • Ausgewogene und vollwertige Ernährung allgemein
  • Ausreichend Flüssigkeit beziehungsweise Wasser trinken im Alltag
  • Mangel an verschiedenen Nährstoffen und Vitaminen, beispielsweise Vitamin B12
  • Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Richtige Menge an Portionen von Gemüse und Obst.

Häufig geht es allerdings auch um spezielle Fragestellungen, wie etwa die körperlichen Effekte von

  • Honig, Zucker und Süßstoffen
  • Ungesättigten Fettsäuren
  • Milch und Milchprodukten
  • Komplexen Kohlenhydraten
  • Sekundären Pflanzenstoffen
  • Diäten – Low-Carb, Low-Fat, Crash-Diäten…

Anmerkung der Redaktion: All diese Themen und zahlreiche mehr werden im neu erschienenen eBook „77 Ernährungsmythen – Schluss mit Halbwahrheiten und falschen Trends“ genau analysiert und aufgeklärt.

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Vermeintliche Tipps und Ernährungsmythen begegnen uns jeden Tag

Insbesondere im Internet verbreiten sich Informationen und Trends wie ein Lauffeuer. Allerdings sind sind die meisten Menschen allgemein mit den gleichen Mythen zu Ernährung und Gesundheit vertraut, ob sie es nun gelesen oder von sozialen Kontakten gehört haben. Doch Vorsicht: Das bedeutet nicht, dass sie mit Sicherheit wüssten, welche Ernährungsmythen wahr und welche falsch sind oder womöglich längst widerlegt sind.

Wichtiges Wissen wurde schon immer in der Menschheitsgeschichte weitergegeben – in verschiedenen Formen, und so auch im Mythos. Das ist jedoch keine neutrale Berichterstattung. Denn in erster Linie geht es darum, Wissen zu vermitteln und zu erhalten; und das zunächst unabhängig vom konkreten Wahrheitsgehalt der Information. Das wiederum heißt: Wenn wir eine Information (oder Ernährungsmythen) hören oder lesen, dann hinterfragen wir sie nicht automatisch. Stattdessen finden sie Einzug im Alltag, werden weitergegeben und immer weiterverbreitet.

Ob Sie selbst von diesem Phänomen betroffen sind, können Sie ganz einfach überprüfen. Lesen Sie etwa die folgenden Beispiele und fragen Sie sich, ob Sie diese a) kennen und b) mit Sicherheit für richtig oder falsch befinden können:

  • Spinat enthält viel Eisen.
  • Kohlenhydrate machen dick.
  • Alkoholfreies Bier ist gesund.
  • Honig ist gesünder als Zucker.
  • Kaffee entwässert / Kaffee entzieht dem Körper Wasser.
  • Zucker macht dumm; wahlweise auch: Zucker macht süchtig.

Dies ist auch nur eine sehr limitierte Auswahl von Mythen, die zu Ernährung, Abnehmen und so weiter im Umlauf sind. Das Schwierige an Aussagen wie diesen ist: Man hat sie irgendwann so oft gehört, dass das Gehirn die Frage nicht mehr in Betracht zieht, ob es womöglich gar nicht stimmt.

Buchtipp: „77 Ernährungsmythen – Schluss mit Halbwahrheiten und falschen Trends“

Es liegt auf der Hand, wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung für eine stabile Gesundheit ist. Dies ist jeden Tag wichtig; und deshalb stellen gerade falsche Ernährungsmythen ein immenses Risiko dar. So ist der richtige Umgang mit nährstoffreichen wie auch zuckerhaltigen Lebensmitteln ein wichtiger Teilaspekt eines großen Ganzen.

Cover des eBooks 77 Ernährungsmythen - Schluss mit Halbwahrheiten und falschen Trends
Das Cover des neu erschienenen eBooks „77 Ernährungsmythen – Schluss mit Halbwahrheiten und falschen Trends“ von Sahra Holden und Oliver Foitzik, kürzlich erschienen im Verlag der BONSENSA GmbH. (Buchcover: © BONSENSA GmbH)

Um dieser Form der Fehlinformation entgegenznwirken, ist nun ein neues Buch erschienen: „77 Ernährungsmythen – Schluss mit Halbwahrheiten und falschen Trends“, verfasst von zertifizierten Ernährungsberaterin Sahra Holden und Oliver Foitzik im Verlag der BONSENSA GmbH. In diesem eBook werden zahlreiche, weit verbreitete Ernährungsmythen genau geprüft, analysiert und erläutert. Dazu gibt das eBook

  • für jeden der untersuchten Ernährungsmythen einen Faktencheck und wissenswerte Informationen zum Thema
  • konkrete Handlungsanweisungen und Tipps für den Ernährungsalltag
  • wichtiges Praxiswissen für die Themen Gesundheit, gesundes Abnehmen sowie die richtige Lebensmittellagerung.

Zudem enthält das eBook praktische Verweise auf zusätzliche Materialien. So können Leser*innen bei Interesse direkt tiefer in die einzelnen Themen einsteigen.

Das eBook ist in allen gängigen Formaten verfügbar (passend für alle bekannteren eReader-Geräte, Smartphones, Laptops sowie Kindle). So lassen sich die „77 Ernährungsmythen“ als PDF und im ePub-Format herunterladen und lesen.

Weitere Informationen zu den Inhalten und zusätzliche Ressourcen finden Sie hier:

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