Handy-Nacken: Smartphone schadet der Gesundheit

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Rückenschmerzen vom vielen Sitzen – klar, davon hat jeder zumindest schon gehört. Viele leider auch schon gehabt. Aber ein Handy-Nacken? Klingt komisch, ist aber so. Denn wer auf dem Smartphone-Display längere Texte (z.B. E-Mails) liest, der verharrt über längere Zeit in einer ziemlich ungesunden Körperhaltung. Der Blick ist nach unten gerichtet, die Halswirbelsäule gebeugt. Die Folge: Ein Handy-Nacken.

 

Handy-Nacken in Ost…

Laut Bild-Zeitung hat ein 35-Jähriger Ingenieur aus Taiwan die Halswirbel-Säule eines 70-Jährigen. Grund: Er spielte täglich mehrere Stunden Spiele auf seinem Smartphone und zog sich so einen Handy-Nacken zu. Abgesplitterte Knochen und zurückgebildete Knorpel der Halswirbelsäule hatten sogar Taubheitsgefühle in den Extremitäten zur Folge.

… und West

Der Taiwanese ist beleibe nicht der einzige, der an dem schmerzhaften Phänomen „Handy-Nacken“ leidet. In New York wurde eine Führungskraft ins Krankenhaus eingeliefert, die nicht mehr in der Lage war, den Blick nach oben zu richten. Durch das ständige Starren auf den Smartphone-Display hatte der Mann einen Bandscheibenvorfall erlitten und konnte sich nicht mehr gerade hinstellen oder -setzen. Alles was er noch sah, waren seine Füße. Und das Display seines Handys.

Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer schaut 700 bis 1400 Stunden auf sein Handy

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Wer ständig auf sein Smartphone starrt, riskiert einen schmerzhaften Handy-Nacken. (Bild: Lupo / pixelio.de)

Das ergab eine Studie des US-amerikanischen Wirbelsäulenchirurgen Kenneth Hansraj. Je weiter der Kopf nach unten geneigt ist, umso größer das Gewicht, das an der Halswirbelsäule zieht. Bei einer Neigung von 60 Grad, wie sie keine Seltenheit ist, wenn wir den Blick auf unser Handy richten, ziehen statt 4 bis 5 Kilo ganze 27 Kilogramm an Halswirbelsäule und Nackenmuskulatur. Schmerzen, Verspannungen und Abnutzungserscheinungen sind die Folge.

Was tun?

Es gibt einige Dinge, die Sie bei der Smartphone-Nutzung beachten sollten, um Gelenkschmerzen und Verspannungen vorzubeugen.

  • Wenn möglich, verzichten Sie zwischendurch mal ein paar Tage auf die Technik
  • Halten Sie Ihr Smartphone auch mal mit der anderen Hand
  • Bei Schmerzen reiben Sie sich mit antirheumatischer und/oder entzündungshemmender Salbe ein.

Und wenn Sie ganz grundsätzlich die Zeit, in der Sie auf Ihr Smartphone schauen, begrenzen, dann ist das die beste Möglichkeit, einem Handy-Nacken vorzubeugen.

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