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Bewegung

Joggen trotz Heuschnupfen? So geht’s!

Die langsam steigenden Temperaturen sind die Vorboten für den startenden Frühling – und  Heuschnupfen. Für viele, die mit Joggen ihrem Körper und ihrem Geist etwas Gutes tun wollen, beginnt damit eine ganz große Leidenszeit. Doch das muss nicht sein, wenn man beim Ausüben seines Hobby folgende Dinge beachtet.

Volkskrankheit Heuschnupfen

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Die Vorfreude auf den Frühling wird für sportelnde Allergiker durch Heuschnupfen getrübt. Doch das muss nicht sein! (Bild: Jetti Kuhlemann / pixelio.de)

Viele Freizeitsportler kennen das: nach dem Joggen juckt und brennt es in den Augen fast unerträglich und das Dauerniesen artet zur Tortur aus. Gut ein Viertel der Deutschen reagieren allergisch auf Pollen.* Heuschnupfen ist somit die am häufigsten vorkommende Allergie. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung beginnt die „Heuschnupfen-Saison“ bereits Ende Januar / Anfang Februar (mit Hasel- und Erlenpollen) und erstreckt sich über Mai bis Mitte (Gräserpollen).

Warum Heuschnupfen so weit verbreitet ist, ist nicht abschließend geklärt. Eine Vermutung ist, dass aufgrund der viel besser gewordenen hygienischen Verhältnisse unser Immunsystem inzwischen zu wenig trainiert ist. Mit anderen Worten, es ist nicht mehr in der Lage, zwischen „guten“ und „bösen“ Keimen zu unterscheiden. So beobachtet die Forschung, dass Kinder, die auf dem Land aufgewachsen sind, viel weniger von starken Allergien betroffen sind als so genannte „Stadt-Kinder“.

Dennoch auf Sport nicht verzichten

Denn auch für Allergiker gilt: Laufen – das lohnt sich! Sogar mehr als für Nicht-Allergiker. So kann Ausdauertraining in Maßen (!) Allergien lindern, weil der Cortisonspiegel durch das Joggen erhöht wird. Das hilft allergiebedingte überschießende Entzündungsreaktionen abzuschwächen und das Immunsystem zu stärken.

Folgendes sollte dabei beachten werden:

  • Das Trainingspensum noch langsamer steigern als bei „Otto Normalläufer“
  • Gerade in der problematischen Zeit (siehe oben) sehr lange warm laufen
  • Notmittel (z.B. Asthmaspray) beim Laufen mitnehmen und in der Problemzeit vorher (präventiv) anwenden
  • Spurts und Intervalltraining meiden
  • Im Regen laufen (da ist die Luft weitgehend pollenfrei)
  • Im Nadelwald laufen (weniger Pollen als an Wiesen- , Wald- und Ackerrändern vorhanden)
  • Bei windigen Wetter auf Lauftraining verzichten

Im Anschluss die Trainingskleidung schnellst möglich ausziehen, am besten in der Maschine gleich waschen und sich gründlich abduschen (v.a. das Haupthaar). Dann haben die Erreger von vornherein keine Chance. Also, lassen Sie sich auch in der Pollenflugzeit nicht von Ihrem Vorhaben etwas für sich und Ihre Gesundheit zu tun abhalten! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei.

*siehe hierzu:

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