Kinderwunsch: Über Hürden und wie man diese meistert

Gemeinsamen Angaben des Berufsverbands der Frauenärzte e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zufolge können sich 15 Prozent der Paare in Deutschland ihren Kinderwunsch nicht erfüllen. Doch warum sind diese Paare ungewollt kinderlos und was kann man als Betroffener dagegen unternehmen?

Drei Viertel aller Akademiker hegt Kinderwunsch

Kinderwunsch, Familie und Beruf
Allen widrigen Umständen zum Trotz hegen viele Menschen weiterhin einen Kinderwunsch. (Bild: London Scout / unsplash.com)

Kind oder Karriere? Gerade Akademikern wird hierzulande diese Frage gern gestellt. Und allen häufig geführten Diskussionen um die mangelhafte Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Trotz, antworten drei Viertel unter ihnen, dass Nachwuchs haben möchten.* Nur das Problem ist, dass vor allem in dieser Gruppe das Risiko, sich den Kinderwunsch nicht erfüllen zu können, besonders hoch ist. Das hat vor allem gesellschaftliche – und damit eng verbunden – biologische Gründe.

Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit: Je älter, desto größer das Risiko

Man mag es drehen und wenden, wie man will, aber mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, dass Frauen unfruchtbar und Männer zeugungsunfähig sind. Angaben des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zufolge hat eine Frau ab 35 nur noch halb so gute Aussichten schwanger zu werden und ein gesundes Baby zu bekommen wie mit 25. Danach sinken die Chancen weiter rapide ab. Männer bleiben zwar grundsätzlich zeugungsfähig, aber der Testosteronspiegel und die Qualität der Spermien sinken im Laufe der Zeit. Nach 30 nimmt ihre Trefferquote kontinuierlich ab.**

Aufgeschoben statt aufgehoben: Diese Möglichkeiten gibt es

Viele Paare wollen ihren Kinderwunsch aufgrund längerer Ausbildungszeiten und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen eigentlich nur aufschieben statt aufgeben. Doch im Anschluss können sie sich aus medizinischen Gründen sich nicht mehr auf natürlichem Wege fortpflanzen. Für solche Fälle gibt es die Reproduktionsmedizin, die unterschiedliche Lösungsansätze parat hat.

Die am häufigsten angewandte Methode der Reproduktionsmedizin ist die in-vitro-Fertilisation (IVF). Weltweit führen Spezialisten, wie zum Beispiel die Mediziner von Invimed, jedes Jahr über 1,5 Millionen IVF-Behandlungen durch.

Bei Störungen der Eierstockfunktion***, einer weiteren möglichen Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch, wird eine Hormonbehandlung durchgeführt. Ziel einer solchen Behandlung ist es, einen Eisprung zu ermöglichen.

Weitere Lösungsansätze der Reproduktionsmedizin, die ebenfalls unter anderem von Invimed angeboten wird, ist eine Insemination, das heißt das Einbringen aufbereiteter Spermien direkt in die Gebärmutter beziehungsweise Mikroinsemination, in welcher ein einzelnes ausgewähltes Spermium in eine Eizelle injiziert wird.

Familie und Beruf in Einklang bringen

Das Beispiel Familie oder Wissenschaft? Beides! zeigt zwar, dass man den Kinderwunsch und Karriereplanung durchaus unter einen Hut bringen kann, aber dass das immer noch eher die Ausnahme als die Regel ist. Für jene, die sich, wie im Artikel angesprochen, kein Hauspersonal leisten oder auf die Unterstützung ihrer Großeltern zählen können, kann die Reproduktionsmedizin Lösungsansätze anbieten.

*TNS/Infratest hatte im Auftrag der Continental AG rund 1.000 Studenten nach ihren Ansichten zu den Themen Karriere, Arbeitswelt, Hochschul­themen Alterssicherung, Arbeitszeiten sowie Familie befragt. Dabei kam unter anderem heraus: Bei drei Vierteln der Befragten besteht ein Kinderwunsch. Mehr zu den Ergebnissen können in folgender Pressemitteilung beziehungsweise über folgenden Kurzlink nachlesen: http://bit.ly/1NqIFHz

**Vgl.: Sütterlin, S.: Ungewollte Kinderlosigkeit, abrufbar unter: http://bit.ly/1EnqQUN

***Vgl. Frauenärzte im Netz: Störungen der Eierstockfunktion, abrufbar unter: http://bit.ly/1UDc99t

HCC Redaktion

... schreibt über alle möglichen Themen rund um Mitarbeitergesundheit und Personal. Wichtige Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsplatzgestaltung, Psyche, Ernährung, Bewegung und weiteren Einflussfaktoren nachhaltiger Gesundheitsprävention. Neben Fachartikeln und Tipps & Tricks-Beiträgen werden Interviews mit einschlägigen Persönlichkeiten zu BGM, BGF und mehr veröffentlicht.

Empfohlene Artikel

1 Kommentar

  1. Sehr spannendender Artikel. Habe zu Führungspositionen und Familie auch gerade diesen Artikel noch gelesen, der in die ähnliche Thematik einsteigt: http://workplacesolutions.care.com/fuehrungsposition-und-familie/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.