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Von Depressionen betroffen?

Vergangene Woche haben wir Ihnen an dieser Stelle sechs Tipps präsentiert, wie Sie als Führungskraft Depressionen Ihrer Mitarbeiter vorbeugen können. Was aber, wenn Sie Arbeitnehmer sind und selbst von Depressionen betroffen? Vielen, die von Depressionen betroffen sind, hilft es, weiter zu arbeiten. Um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, sind aber einige Modifikationen notwendig, die Sie mit Ihrem Vorgesetzten besprechen müssen. Deshalb: Wenn Sie von Depressionen betroffen sind, gilt es einiges zu beachten. Wir haben sieben Tipps für Sie.

 

Von Depressionen betroffen? So erhalten Sie Ihre Arbeitsfähigkeit

1. Information

Wenn Sie von Depressionen betroffen sind, informieren Sie sich über die Firmenpolitik zum Thema Burnout, Depressionen und psychische Erkrankungen. Sicher fällt es gerade, wenn Sie unter Depressionen leiden, schwer, sich dazu aufzuraffen, da ein Symptom häufig Antriebslosigkeit ist. Holen Sie sich deshalb gegebenenfalls Hilfe aus dem Freundeskreis oder weihen Sie vertraute Kollegen ein.

2. Offenheit

Wenn Sie zu einem positiven Ergebnis gekommen sind: Sprechen Sie offen mit Chef und Kollegen, auch wenn es Ihnen schwer fällt. Eventuell könnten Sie auch Dritte, wie ein Betriebsratsmitglied hinzuziehen. Das ist wichtig, damit Ihre Vorgesetzten und Kollegen verstehen, dass Ihre Leistungsfähigkeit durch die Erkrankung oder durch Medikamente beeinträchtigt ist.

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Wer von Depressionen betroffen ist, sollte möglichst offen damit umgehen. (Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de)

3. Modifikation

Wenn Sie von Depressionen betroffen sind, sprechen Sie mit Ihrem Chef darüber, wie Sie trotz Ihrer Erkrankung weiterarbeiten können. Finden Sie im gemeinsamen Gespräch Modelle, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

4. Flexibilisierung

Ein Beispiel wäre ein flexibles Arbeitszeitmodell: Reduzieren Sie Stunden, bauen Sie Überstunden ab oder arbeiten Sie im Home-Office. All das sind Möglichkeiten, Arbeitsbelastung und Stress zu reduzieren, so dass Sie sich schneller wieder erholen können.

5. Arbeitsumgebung

Auch wenn es banal klingt: Wer von Depressionen betroffen ist, leidet weit weniger darunter, wenn zum Beispiel gute Lichtverhältnisse herrschen. Auch die Einbindung in den Kollegenkreis kann helfen, wenn man von Depressionen betroffen ist.

6. WRAP

Hinter der Abkürzung WRAP verbirgt sich ein „Wellness and Recovery Action Plan“, diesen könnten Sie gemeinsam mit Ihrem Vorgesetzten erarbeiten, wenn Sie von Depressionen betroffen sind. Er sollte Fragen beantworten wie:
– Wie sichert man das Wohlbefinden am Arbeitsplatz?
– Woran erkennt man eine Verschlechterung Ihres Zustandes?
– Was sind Auslöser für eine Verschlechterung Ihres Zustandes?
– Wie kann die Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag gemanagt werden?

7. Kommunikation

Wer von Depressionen betroffen ist, kann es oft nicht vermeiden, dem Arbeitsplatz fern zu bleiben. Besonders, wenn diese Fehlzeiten länger andauern, dann sollten Sie Kontakt zu Vorgesetzten und Kollegen halten. Sprechen Sie regelmäßig über folgende Punkte:
– Wie läuft die Behandlung?
– Was wird gegenüber Kollegen und Kunden kommuniziert?
– Wie werden Bezahlung und Freistellungen gehandhabt?
– Ist eine stufenweise Wiedereingliederung sinnvoll?

Je mehr über Depressionen gesprochen wird, desto mehr werden sie auch im Berufsleben ihren Tabucharakter verlieren. Letztlich führt Aufklärung und Transparenz zu mehr Wohlbefinden, mehr Gesundheit und höherer Produktivität.

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