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Psyche / Tipps & Tricks

Depressiv am Arbeitsplatz? 6 Tipps zur Vorbeugung

Rund 10 Prozent der Arbeitnehmer haben schon einmal nicht gearbeitet, weil sie depressiv waren. Sehr wahrscheinlich leidet mindestens einer Ihrer Arbeitskollegen auch unter einer Depression oder war bereits einmal depressiv. Arbeitgeber sollten deshalb bezüglich psychischer Probleme eine transparente Firmenpolitik betrieben. Eine offener Umgang mit dem Thema macht es leichter für Mitarbeiter, sich zu öffnen. Übermäßiger Stress und Depression können so schnell erkannt werden und die Arbeitsfähigkeit bleibt erhalten. Die European Depression Association (EDA) hat dazu ebenfalls einen Leitfaden herausgegeben. Wir haben sechs Tipps für Sie, wie Sie ein positives und gesundheitsförderndes Arbeitsklima schaffen.

Die Gefahr, depressiv zu werden minimieren

1. Einarbeitung: Depressiv werden Mitarbeiter oft, wenn sie überfordert sind. Gerade wenn man eine neue Stelle antritt, ist viel Neues zu lernen und die Arbeit scheint nicht zu enden. Eine gute Einarbeitung mit kompetenten und empathischen Ansprechpartnern beugt einer Depression vor.

2. Transparente Firmenpolitik: Schon gleich zu Beginn des Arbeitsverhältnisses sollte auf Programme zur (psychischen) Gesundheitsförderung hingewiesen werden. Wer vermeiden will, dass seine Mitarbeiter depressiv werden, der für den ist Transparenz das A und O. Jeder neue Mitarbeiter sollte dabei unterstützt werden, seinen Platz in der Firma zu finden – sowohl, was seine Tätigkeiten betrifft, als auch in sozialer Hinsicht.

depressiv

Wenn das Team gut funktioniert, reduziert sich die Gefahr für Mitarbeiter, depressiv zu werden. (Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de)

3. Training für Vorgesetzte: Eine gute Führungskraft ist empathisch, kann zuhören, erbittet Feedback und gibt Feedback. So kann sie früh erkennen, ob ihre Mitarbeiter depressiv sind oder in Gefahr stehen, depressiv zu werden. Diese Fähigkeiten sind oft nicht naturgegeben, können aber durch entsprechende Fort- und Weiterbildungen entwickelt und unterstützt werden.

4. Offene Kommunikationskultur: Nur wenn eine offene Kommunikationskultur vorherrscht, die von den Führungskräften gelebt wird, sind Mitarbeiter in der Lage, schwierige Situationen auch zu kommunizieren und sich Hilfe zu holen. Führungskräfte müssen eine offene Tür für die Probleme ihrer Mitarbeiter haben und mit diesen sensibel umgehen.

5. Teamgeist: Wenn das soziale Miteinander in der Firma stimmt, können die Mitarbeiter stressige Situationen besser bewältigen – die Gefahr, depressiv zu werden, ist somit geringer. Als Arbeitgeber sollten sie daher durch Teambuilding-Prozesse den Zusammenhalt unter den Kollegen fördern.

6. Work-Life-Balance: Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit beugt Depressionen bei Mitarbeitern vor. Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern deshalb, auch ihr Privat- und Familienleben zu leben, und überfordern Sie sie nicht. Je höher der Stress, desto höher die Gefahr depressiv zu werden. Wenn Sie als Arbeitgeber für gute Arbeitsbedingungen sorgen, zum Beispiel durch Freistellen Ihrer Mitarbeiter für Termine oder Kinderbetreuung, dann stellen Sie auch die Arbeitsproduktivität Ihrer Mitarbeiter sicher.

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