Zimtstern, Stollen, Marzipan – über 30% der Bundesbürger haben bereits eine Fettleber

Zu kalorienreiche Ernährung, Übergewicht und Mangel an Bewegung können zur Fettleberentzündung führen.

Die Deutsche Leberstiftung informiert passend zum Beginn der Winterzeit über die Risiken einer zu fetten Ernährung im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage – über 30% der Bundesbürger über 40 Jahre haben bereits eine Fettleber:

Schon lange sind sie in den Supermärkten wieder zu finden: die typischen Weihnachtsgebäcke wie Stollen, Zimtsterne und Marzipankartoffeln. So sehr sie uns Vorfreude auf die bevorstehende Weihnachtszeit bereiten, sie sorgen auch für eine hochkalorische Ernährung.

Gibt es keinen Ausgleich durch gesunde Lebensmittel und sportliche Betätigung, kann das entstehende Übergewicht für eine so genannte Fettleber sorgen. Etwa ein Drittel der Bundesbürger über 40 Jahre hat eine solche Fettleber. Kommt noch ein weiterer Faktor (wie z.B. Alkohol oder ein Diabetes mellitus) dazu, kann sich eine Entzündung der Leber (Hepatitis) bilden, die chronisch werden kann. Folgen können eine Leberzirrhose (Vernarbung des Lebergewebes) und der Leberzellkrebs sein. Der Leberzellkrebs ist weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung und die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache. Es erkranken quasi ausschließlich Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung daran. In den letzten 20 Jahren hat sich die Neuerkrankungsrate in westlichen Ländern mehr als verdoppelt. Der Grund für den aktuellen Anstieg der Neuerkrankungsrate ist unter anderem die Zunahme der Fettleberhepatitis im Rahmen eines Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) und der Adipositas.

„Vielfach bemerken es die Patienten gar nicht, dass eine Lebererkrankung vorliegt. Denn die Leber schmerzt nicht, wenn sie krank ist. Wenn wir es schaffen, die Fettleber früh zu entdecken und zu behandeln bzw. eine Rückbildung durch die Änderung des Lebensstils zu erreichen, können wir damit die Entzündung und in der Folge den Leberzellkrebs vermeiden“, erläutert Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstand der Deutschen Leberstiftung. Die Symptome seien ganz unspezifisch: Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder ein Druck im Oberbauch. Feststellen, ob die Leber gesund oder erkrankt ist, kann man mit den Leberwerten, die regelmäßig getestet werden sollten.

Stellt der Hausarzt fest, dass die Leberwerte (GPT, GOT und GGT-Wert) erhöht sind, kann eine frühzeitig gestellte Diagnose eine Behandlung bereits im Frühstadium einer Lebererkrankung sicherstellen. Viele dieser Erkrankungen sind heute gut behandelbar, man muss nur wissen, dass die Leber krank ist. Nach der Bestimmung der Leberwerte beim Hausarzt und dem Verdacht auf eine Lebererkrankung ist es sinnvoll, einen Facharzt aufzusuchen, um die heute bereits erfolgreichen und möglichen Therapien auch einzusetzen.

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern und die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen zu steigern, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige in medizinischen Fragen. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.

BUCHTIPP: “Das Leber-Buch” der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien. Für jedes verkaufte Buch geht € 1,- als Spende an die Deutsche Leberstiftung. “Das Leber-Buch” ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-588-2, € 14,95.

(Deutsche Leberstiftung 2012)

HCC Redaktion

... schreibt über alle möglichen Themen rund um Mitarbeitergesundheit und Personal. Wichtige Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsplatzgestaltung, Psyche, Ernährung, Bewegung und weiteren Einflussfaktoren nachhaltiger Gesundheitsprävention. Neben Fachartikeln und Tipps & Tricks-Beiträgen werden Interviews mit einschlägigen Persönlichkeiten zu BGM, BGF und mehr veröffentlicht.

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