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Management

Selbstoptimierung? Ohne mich!

Das Thema Selbstoptimierung stößt unter den Deutschen auf wenig Gegenliebe, wie die Ergebnisse einer bundesweit durchgeführten Untersuchung zeigen. Der Hauptgrund, so die Autoren der Studie, liegt in einem mangelnden Verständnis für diesen Begriff. Schade eigentlich, denn Selbstoptimierung kann, richtig verstanden und angewandt, ein Beitrag zur Verbesserung der eigenen Gesundheit sein.

Beitrag zur Verrohung unser Werte?

Zeit, Zeitmanagement, Hektik, Stress

Viele verbinden mit Selbstoptimierung mehr in kürzerer Zeit zu beabrbeiten. Ein weit verbreiteter Irrtum (Bild: Konstantin Brückner / pixelio.de).

Viele verbinden Selbstoptimierung mit dem immer noch in der Arbeitswelt vorherrschenden Nützlichkeitsdenken und sehen in ihm einen Beitrag zur Verrohung wichtiger gesellschaftlicher Werte, wie zum Beispiel Nächstenliebe und Menschenwürde. Diese Kritik wird unter anderem vom Volkswirt und Wirtschaftsethiker Sebastian Thieme geäußert.

Mehr als nur Leistungssteigerung

Diese Form der Kritik ist auch das Ergebnis eines Missverständnisses, wenn um den Begriff Selbstoptimierung geht. Schließlich können, gemäß einer bundesweit durchgeführten Umfrage* der GfK, Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e. V., 61 Prozent der Deutschen mit diesem Schlagwort gar nichts anfangen. Diejenigen, die sich als „Kenner“ ausgeben, geben an, dass sie mit Selbstoptimierung vor allem das Thema Leistungssteigerung verbinden.

Selbstoptimierung als gesundheitsfördernde Maßnahme

Dabei meint der vergleichsweise neue Trend mehr. Selbstoptimierung beinhaltet auch Fragen nach einem besseren Zeitmanagement, eine gelungene Work-Life-Balance oder Selbstfindung. So verstanden kann der Begriff zur Gesundheitsförderung im – und außerhalb des – Betriebs beitragen.

Hauptsächlich mit dem Job verbunden

Und Aufklärung scheint dringend notwendig. Gerade einmal jeder Zweite aus der „Kenner“-Gruppe denkt bei Selbstoptimierung an Gesundheit und Wohlbefinden sowie Sport und Fitness. Vier von zehn assoziieren damit Freizeit, Hobbies oder Finanzthemen. Und gerade einmal jeder Dritte verbinden damit die Themen Familienleben und Freunde, Ernährung sowie Haushalt.

Nur in jungen Köpfen angekommen

Am besten über Selbstoptimierung informiert sind, GfK-Angaben zufolge, die 35- bis 49-Jährigen. Dort gibt fast die Hälfte gibt an, den Begriff zu kennen. Bei den jüngsten Befragten dagegen ist der Begriff nicht ganz so weit verbreitet: 37 Prozent der 14- bis 34-Jährigen haben ihn zumindest mal gehört. Ab 65 Jahren gehört nur noch jeder Dritte zu den „Kennern.“

* Zu Inhalt und Aufbau der Studie:

Im Auftrag des GfK Vereins hat die GfK Marktforschung im September 2014 1.018 Männer und Frauen ab 14 Jahren (repräsentativ für die deutsche Bevölkerung) zum Thema „Selbstoptimierung“ befragt. Einen ausführlichen Artikel sowie Charts zum Download finden finden am Thema Interessierte unter:

www.gfk-compact.de (aktuelles FokusThema „Das optimierte Selbst“)

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