Tapen, aber richtig! Zehn Tipps

Psychische Gesundheit im Leistungssport vorbeugen, erkennen, behandeln

Beim Sport hat das Tapen von Gelenken Tradition: Verbände, die starken Belastungen ausgesetzt sind, werden fixiert, der Bewegungsapparat vor Verletzungen geschützt. Wir haben zehn Tipps für Sie, was Sie beim Tapen beachten müssen.

 

Psychische Gesundheit im Leistungssport vorbeugen, erkennen, behandeln, tapen
Vor einem Wettkampf kann man präventiv die Sprunggelenke tapen. (Bild: Petra Bork / pixelio.de)

Tapen zur Prävention

Sportler beanspruchen bestimmte Körperregionen stark. Sporttape kann deshalb auch zur Vorbeugung von Verletzungen eingesetzt werden: Hierfür eignet sich z. B. das KK Sporttape weiß 3,8 cm x 10 m. Verletzungen an Muskeln, Bändern und Gelenken können durch das Tapen verhindert werden.

Das unelastische Sporttape kann man beispielsweise benutzen, um vor einem Wettkampf das Sprunggelenk zu tapen, um Verstauchungen oder Bänderverletzungen (Riss, Überdehnung) zu vermeiden. Man sollte aber darauf achten, dass beim präventiven Tapen das Sporttape unmittelbar nach dem Wettkampf entfernt wird, da es sonst zu Kreislaufproblemen kommen kann. Was Sie beim Tapen sonst noch beachten sollten, verraten wir Ihnen jetzt.

Zehn Tipps zum Tapen

1. Reinigen Sie die Hautpartie, auf der Sie das Tape aufkleben möchten, vorher mit Wasser und Seife und trocknen Sie die Stelle gut ab. Sporttape haftet – wie übrigens auch jedes Pflaster – nur dann gut, wenn die Haut trocken, sauber und fettfrei ist.

2. Rasieren Sie gegebenenfalls die Hautstelle, auf der Sie das Tape aufkleben wollen. Zum einen haftet es direkt auf der glatten Haut wesentlich besser. Zum anderen: Das Tape muss irgendwann auch wieder runter. Sie können sich ja vorstellen, dass es wenig angenehm ist, Sporttape mit einem Ruck von einem behaarten Bein abzureißen…

3. Basis und Anker des Tapes werden immer ohne Dehnung aufgeklebt. Ziehen Sie also nicht am Schluss nochmal fest an – das wird unangenehm. Außerdem ist so die Bewegungsfreiheit der Gelenke stark eingeschränkt.

4. Damit Basis und Anker des Tapes gut haften, sollten Sie es stets rund abschneiden.

5. Beim Tapen müssen Sie darauf achten, das Sporttape faltenfrei auf der Haut aufzukleben. Sonst entstehen leicht Luftblasen und das Band hält nicht gut.

6. Wenn Sie das Tape aufgeklebt haben, rubbeln sie darüber. Durch die entstehende Reibungswärme haftet der Kleber besser und das Tape hält zuverlässiger.

7. Dabei ist aber auch Vorsicht geboten, denn so fest, dass es gar nicht mehr abgeht, sollte das Tape ja auch nicht haften. Deshalb: Vorsicht mit Wärme an den getapten Hautstellen!

8. Wenn es juckt, sollten Sie das Tape entfernen, falls der Juckreiz länger als 30 Minuten anhält. Ein kurzes Jucken von zehn oder auch 20 Minuten ist aber normal und kein Grund zur Beunruhigung.

9. Da Klebereste die Haut reizen können, sollten Sie immer darauf achten, es sorgfältig und vollständig zu entfernen. Dazu feuchten Sie es am besten mit einem Desinfektionsmittel an, so dass sich der Kleber löst, ziehen die Haut glatt und rollen dann das Tape vorsichtig ab.

10. Sporttape kann man nur längs aufkleben. Wenn man schmalere Streifen benötigt, sollte man das Tape in der Breite halbieren. Das KK Sporttape kann man durch die Zackenstruktur auch gut in die gewünschte Breite reißen.

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