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Winterdepression? Das sind die Symptome

Am vergangenen Wochenende wurden wieder einmal die Uhren umgestellt. Ungeachtet aller mehr oder weniger sinnvollen Diskussionen über den Zweck der Zeitumstellung hat sie eine unmittelbare Auswirkung: Abends wird es jetzt noch früher dunkel. Für die meisten bedeutet das, dass es draußen stockfinster ist, wenn sie aus dem Büro kommen. Das kann auf die Stimmung schlagen. Etwa fünf bis zehn Prozent der Deutschen leiden unter einer Winterdepression.

 

Mangel an Melatonin und Serotonin

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Trübe und kurze Tage schlagen auf die Stimmung. (Bild: Astrid Götze-Happe / pixelio.de)

Auslöser der Winterdepression scheint ein Mangel an Tageslicht zu sein. Dafür spricht, dass in nördlichen Breiten wesentlich mehr Menschen an ihr leiden, als im Süden. Betroffene reagieren überaus sensibel auf die Botenstoffe Serotonin und Melatonin.
Melatonin, auch „Schlafhormon“ genannt, wird ausgeschüttet, wenn es dunkel ist. Wenn also nur wenig Licht auf die Netzhaut trifft, schüttet das Gehirn mehr Melatonin aus – wir werden müde und antriebslos.

Serotonin ist als „Glückshormon“ bekannt, es dämpft Hunger, Angst, Aggression, Kummer und Sorgen. Sonnenlicht fördert seine Ausschüttung. Wenn es also dunkel ist, wird auch das Serotonin knapp. Schlimmstenfalls kann das zu einer Winterdepression führen.

Woran Sie eine Winterdepression erkennen – Sechs Merkmale

Eine Winterdepression ist gut behandelbar, entweder mit Antidepressiva oder mit Lichttherapie. Auch Sport – am besten im Freien – und eine gesunde Ernährung tragen dazu bei, das Wohlbefinden zu verbessern. Ihr Arzt kann Ihnen hier gut weiterhelfen. Woran Sie erkennen, ob Sie nur unter vorübergehend gedrückter Stimmung oder unter einer echten Winterdepression leiden, haben wir für Sie aufgelistet.

1. Müdigkeit: Wenn Sie oft müde und antriebslos sind, den ganzen Tag nur schlafen möchten, dann könnte es sein, dass Sie unter einer Winterdepression leiden.

2. Gereizte Stimmung: Ein weiterer Indikator ist, dass Sie sehr gereizt, launisch und unausgeglichen reagieren.

3. Heißhunger auf Süßigkeiten: Anders als bei der „normalen“ Depression haben Menschen, die unter einer Winterdepression leiden, regelrechte Heißhungerattacken auf Kohlenhydrate und Süßigkeiten. Der Körper versucht durch Schokolade und Co. den Serotonin-Mangel auszugleichen.

4. Selbstisolation: Viele vernachlässigen während einer Winterdepression ihre sozialen Kontakte und ziehen sich stark zurück. Bei manchen geht es sogar soweit, dass sie sich selbst vernachlässigen.

5. Dauer: Wenn Sie länger als zwei Wochen unter den genannten Symptomen leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

6. Regelmäßigkeit: Wenn die Symptome in mindestens drei von fünf Wintern auftreten, liegt wahrscheinlich eine Winterdepression vor.

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