So kommen Sie fit durch den November

November, Gesundheitstipps, Burnoutprävention

Gerade in seinen letzten Tagen zeigte sich der jüngst zu Ende gegangene Oktober von seiner schönsten Seite: Golden, sonnendurchflutet und mild. Darauf folgt meist der November: Grau, nebelig und nasskalt. Kein Wunder also, dass fast jeder vierte Deutsche unter dem Winterblues leidet. Um das zu verhindern, hat die BGW, die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Tipps & Tricks für den Arbeitsalltag und die Freizeit zusammengetragen. So kommen Sie fit durch den November und die restliche kalte Jahreszeit.

Tipp 1: Ausreichend Schlaf, Bewegung und gute Durchblutung

November, Gesundheitstipps, Burnoutprävention
Nach dem goldenen Oktober folgt oft der graue November. (Bild: Tomasz Zagórski / unsplash.com)

Schlaf dient unter anderem zur Reinigung für das Gehirn. Wer also körperlich und geistig fit bleiben möchte, muss auf ausreichend Schlaf achten: „Das ist extrem wichtig, weil sich der Körper im Schlaf regeneriert“, erklärt Dr. Johanna Stranzinger, Arbeitsmedizinerin bei der BGW.

Um abends zur Ruhe zu finden, hilft sportliche Aktivität in der Freizeit. Bewegung im Winter dient dazu, nicht in den sportlichen Tiefschlaf zu verfallen. Darüber hinaus stimuliert Sport das Immunsystem. Auch Saunagänge und Wechselduschen tragen zur Gesundheit bei. „Sie verbessern die Durchblutung und die Wärmeregulation des Körpers“, erläutert Stranzinger. Solche Impulse wirken zudem positiv auf die Psyche – und auch über diesen Weg – auf das Immunsystem.

Tipp 2: Viel Licht und Luft

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, zieht man sich ins Warme zurück. Um sich nicht zu verkühlen, dreht man die Heizung hoch und lässt die Fenster und Türen geschlossen. Dadurch schafft man allerdings ideale Nährböden für Krankheitserreger. Aus diesem Grund ist regelmäßiges Lüften unverzichtbar – am Arbeitsplatz wie zu Hause.

„Am besten die Fenster mehrmals täglich für einige Minuten weit öffnen, damit genügend Luft ausgetauscht wird“, rät Dr. Stranzinger. Um nicht im Zug zu sitzen, kann man in der Zwischenzeit einen frischen Tee kochen. Weiter empfiehlt die Medizinerin: „Die Mittagspause lässt sich gut für einen kurzen Spaziergang nutzen. Das natürliche Licht wirkt stimmungsaufhellend und die kalte Frischluft stimuliert den Körper.“

Tipp 3: Gesunde Ernährung und viel trinken

Die Ernährung beeinflusst nicht nur unseren Body Mass Index (BMI), sondern darüber hinaus unsere Widerstandskraft. Grundsätzlich sind frische und möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel am gesündesten. Diese enthalten in der Regel mehr Vitamine und Mineralstoffe als Fertiggerichte. Zu den klassischen Früchten im November gehören Granatäpfel, Feigen und Zitrusfrüchte. Gemüsetechnisch ist im November Kohl angesagt.

„Obst und rohes Gemüse beispielsweise eignen sich auch gut für unterwegs“, so Dr. Stranzinger. Darüber hinaus rät sie, ausreichend zu trinken, zum Beispiel ungesüßten Kräutertee und Wasser. Ein ausgewogener Flüssigkeitshaushalt trägt dazu bei, die Mund- und Rachenschleimhaut feucht zu halten, damit sie Viren und Bakterien abwehren kann.

Tipp 4: Grippeschutzimpfung wahrnehmen

Der letzte Tipp richtet sich vor allem an Risikogruppen. Auch, wenn es sich ähnlich anhört: Ein grippaler Infekt und eine echte Virusgrippe sind nicht dasselbe. Die Grippe-Viren sind ungleich gefährlicher als die Erreger, die „nur“ grippeähnliche Symptome wie Schnupfen und erhöhte Temperatur hervorrufen. An der Virusgrippe sterben jedes Jahr auch in Deutschland Menschen.

Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt deshalb Risikogruppen wie älteren und chronisch kranken Menschen und Schwangeren eine Grippeschutzimpfung. Am besten jetzt im Herbst, bevor die Grippesaison richtig beginnt. Aus Gründen des Eigen- und Drittschutzes wird auch medizinischem Personal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen.

Über die BGW:

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege.  Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Zum Beispiel mit medizinischer Behandlung sowie Entschädigungszahlungen. Weiterführende Informationen im Internet unter www.bgw-online.de

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