Wahrheit vs. Mythos: Was muss man über Fitness wirklich wissen?

Junger Mann unternimmt etwas für seine Fitness, Junger Mann macht Fitnessuebungen

Statistischen Angaben zufolge, die auf Daten der Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) beruhen, verharrt die Anzahl der Menschen, die noch nie ein Fitnessstudio besucht haben, von 2011 bis 2015 konstant bei über 50 Millionen. Das entspricht 61 Prozent der Bevölkerung. Und das, obwohl wir Deutschen stets aufs Neue Fitness ganz weit oben auf unsere To-Do-Liste schreiben. Vielleicht liegt es daran, dass diese Studios gemeinhin als „Mucki-Buden“ verschrien sind. Generell gibt es zu den Themen Gesundheit Fitness zahlreiche Mythen, denen allen voran US-Amerikaner und Europäer ausgesetzt sind. Das ist das Ergebnis von der zweiten jährlichen Umfrage von „Fitness IQ“, die von Nautilus, Inc. durchgeführt wurde.* Die Untersuchung räumt mit den folgenden Irrtümern auf.

Irrtum Nr. 1: Kalorienzufuhr nicht so wichtig

Über die Hälfte der befragten Amerikaner (55 Prozent) und Europäer (61 Prozent) waren nicht mit der empfohlenen täglichen Kalorienzufuhr vertraut. Im Durchschnitt beläuft diese sich bei einem Erwachsenem bei zirka 2.000 Kalorien. Abhängig von Geschlecht und Körpergröße. Zudem erachtete ein Großteil der Befragten dieses Wissen als nicht so wichtig, da man fehlerhafte Mengen durch Training wieder ausgleichen könne. Etwa 48 Prozent der Amerikaner und 53 Prozent der Europäer glaubten, dass sich Körperfett mithilfe von Krafttraining in Muskeln umwandeln ließe. Dabei ist das so nicht ganz richtig. Zu viele Kalorien können – Training zum Trotz – zu unerwünschten Fettpölsterchen führen. Zu wenige behindern nicht „nur“ den optimalen Muskelaufbau, sondern können gar ihren Abbau zur Folge haben.

Irrtum Nr. 2: Fitness ist nur was für das Auge

Junger Mann unternimmt etwas für seine Fitness, Junger Mann macht Fitnessuebungen
Fitness und Kraftraining – nur etwas für Angeber? (Bild: Christian Baron / unsplash.com

Viele sehen im Krafttraining lediglich den Aufbau von Muskeln, um damit am Strand oder im Freibad Eindruck schinden zu können. So räumte mehr als die Hälfte der Europäer (59 Prozent) ein, dass sie nichts mit den Kraftraining verbundenen Vorteilen wüssten. Darunter zählen:

  • verbesserte Kardio-Fitness,
  • Verbrennung von Kalorien und Fett,
  • Gewichtsabnahme.

Irrtum Nr. 3: Kraftraining braucht Gewichte

Nur 64 Prozent der Europäer und 77 Prozent der Amerikaner sind der Überzeugung, dass Muskelaufbau ausschließlich mithilfe von Gewichten, zum Beispiel Hanteln, möglich wäre. Gerade etwas mehr als jeder dritte Europäer und jeder fünfte Amerikaner waren in der Lage, konkrete Körpergewichtsübungen zu nennen. Das sind Trainingsmethoden, für die man nur sein eigenes Körpergewicht braucht. Die bekanntesten Beispiele sind:

  • Liegestütz,
  • Kniebeugen,
  • Klimmzüge.

Irrtum Nr. 4: Wer schwitzt, ist nicht fit

Ohne Schweiß bekanntlich kein Preis. Dennoch viele Menschen schämen sich dafür, wenn sie bei der Durchführung körperlicher Aktivitäten schwitzen. Dabei deutet ein stärkeres Schwitzen beim Workout auf eine höhere persönliche Fitness hin. Das war jedoch zum Zeitpunkt der Umfrage 60 Prozent der Europäer und Amerikaner nicht bewusst.

Noch viel Bildungsarbeit erforderlich

„Die diesjährige Umfrage zeigt auf, dass noch viel Bildungsarbeit zu leisten ist, damit Verbraucher lernen, intelligente Gesundheitsentscheidungen zu treffen – und zwar nicht nur in den USA, sondern auch international“, kommentier Bruce Cazenave, CEO von Nautilus, Inc., die Ergebnisse der Untersuchung

* Nautilus, Inc. wollte mehr über die Sachkenntnis der Europäer und Amerikaner in Bezug auf Gesundheit, Ernährung und Fitness erfahren. Im Rahmen der mit Unterstützung von Survey Sampling International durchgeführten Umfrage wurden im Mai 2016 2.600 Männer und Frauen ab 18 Jahren befragt – darunter Teilnehmer aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien und den USA. Weitere Informationen zum Inhalt und Aufbau der Studie finden am Thema Interessierte im Internet. Unter anderem auf www.presseportal.de.

 

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1 Kommentar

  1. […] der Schweißgeruch – selbst beim Sporttreiben an sich. Dabei ist es ein weit verbreiteter Fitness-Irrtum, dass Schwitzen ein negatives Zeichen sei: Vielmehr ist stärkeres Schwitzen ein Indikator für […]

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