Warum es sich lohnt, sich mit Sprache zu befassen

Diverse Mitarbeitende um einen Stehtisch in einer Cafeteria unterhalten sich

Sprache ist unser Kommunikationsmittel schlechthin, ob nun geschrieben oder gesprochen, in Gebärden oder Braille. Für die meisten ist das Sprechen unhinterfragte Gewohnheit. Knifflig wird es dann, wenn man in neue Situationen kommt oder Konflikte entstehen – womöglich ohne, dass man es bemerkt. In diesen Momenten zeigt sich, wie essenziell ein Gespür für Sprache, den richtigen Ton und exakt gewählte Worte tatsächlich ist. Das gilt für jeden Lebensbereich – und insbesondere dann, wenn Menschen zusammenarbeiten.

Sich mit Sprache(n) auseinandersetzen? Das lohnt sich!

Diverse Mitarbeitende um einen Stehtisch in einer Cafeteria unterhalten sich
Wunderwaffe Kommunikation: Den richtigen Ton trifft man mit dem richtigen, angemessenen Sprachstil und indem man Kritik und Feedback richtig verpackt. (Bild: © Robert Kneschke | stock.adobe.com)

Das Lernen von Sprachen polarisiert: Manche sehen es fast schon als Hobby, andere tun sich damit richtig schwer. Fakt ist: Es hat einige Vorteile, Fremdsprachen zu lernen, wie zum Beispiel

  • bessere Karrierechancen
  • das Üben von sozialer Kompetenz
  • eine gesteigerte Gehirnleistung, was etwa das Demenzrisiko senkt
  • der Zugang zu einem größeren Wissensschatz dank mehr Informationsquellen
  • die Möglichkeit, für eine bestimmte Zeit ins Ausland zu gehen.

Dabei ist es nicht nur ratsam, sich ausschließlich mit Fremdsprachen auseinander zu setzen. Auch indem man sich mit der eigenen Muttersprache befasst, profitiert die soziale Kompetenz ungemein. Die Erfahrung zeigt: Insbesondere im Hinblick auf Führungspositionen und dem Management von Mitarbeitenden ist ein gutes Sprachgefühl unverzichtbar.

Tut beiden Seiten gut: Wertschätzung und Begegnen auf Augenhöhe

Dementsprechend wichtig ist, je nach Situation genau zu unterscheiden, welche Wortwahl gerade angebracht ist – und welche sprichwörtlichen Minenfelder es tunlichst zu vermeiden gilt. Wertvolles Werkzeug ist dabei ein grundlegendes Wissen und ein Gefühl für die verschiedenen Sprachstile der jeweiligen Sprache. Dabei gilt: Den richtigen Ton zu treffen bedeutet

  • reibungslose Verständigung je nach Anliegen
  • bessere Chancen auf einen positiven Eindruck
  • ein Ausdruck von Wertschätzung der anderen Person gegenüber.

Welchen Stellenwert gerade die Wertschätzung im Geschäftsalltag einnimmt, liegt auf der Hand. Denn

  • Anerkennung,
  • Motivation und
  • Vertrauen

sind Grundkomponenten erfolgreicher Mitarbeiterbindung auf lange Sicht – und diese wollen richtig kommuniziert sein.

Grundregel: Worte mit Bedacht wählen

Gerade im Hinblick auf gesunde Führung ist also eine stimmige Wortwahl und das richtige Maß an Offenheit unverzichtbare Kernkompetenz. Das zeigt sich beispielsweise bei Feedback-Situationen oder in Konflikten im Team. Gegen klare Worte und berechtigte Kritik an sich ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Entscheidend ist und bleibt jedoch die Art der Kommunikation. Stark negative Adjektive wie „jämmerlich“ gehören in keine Bewertung von Ergebnissen oder Leistung. Auch eine Umschreibung, die effektiv dasselbe bedeutet, sollte vermieden werden.

Besser ist, sich auf das Gegenüber einzustellen und (mehr) darauf zu achten,

  • welche Punkte angesprochen werden sollen und
  • welche Worte welche Wirkung erzielen.

Schließlich liegt die Verantwortung dafür, wie etwas aufgenommen wird, längst nur bei der adressierten Person. Im Gegenzug stellt dies natürlich den Charakter der sprechenden Person auf den Prüfstand. Denn wenn jemand diese Verantwortung von sich weist, spricht auch das eine klare Sprache.

Empfohlene Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.