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Empfehlung / Management

Was demotivierte Mitarbeiter kosten

Demotivierte Mitarbeiter sind teure Mitarbeiter! Aber wie teuer sind sie wirklich? Antworten bietet folgende Infografik „The Working Dead“, gefunden auf õfficevibe. Zudem stellen wir die Frage, welchen Anteil Führungskräfte am Phänomen demotivierte Mitarbeiter haben. Schließlich gilt an dieser das Gleich, wie beim Thema Motivation: Gute Chefs wirken Wunder.

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Die vorliegende Infografik von õfficevibe klärt uns über die wahren Kosten auf, die demotivierte Mitarbeiter verursachen. (Quelle: officevibe.com)

Demotivierte Mitarbeiter. Jede Zweite denkt an Kündigung

Die oben eingefügte Infografik bezieht zwar auf Zahlen, die über unsere amerikanischen Freunde erhoben wurden, aber für Deutschland sieht es nicht besser aus. Einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Gallup zufolge, hat hierzulande jeder vierte Arbeitnehmer bereits innerlich gekündigt. Der Personalberater Manpower geht sogar noch weiter. Den von ihnen erhobenen Zahlen zufolge, ist fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland ein derart demotivierter Mitarbeiter, dass er mit dem Gedanken spielt, den Job zu wechseln (siehe dazu: Arbeitsmarkt: nur 38 Prozent sind mit ihrem aktuellen Job zufrieden).

Mangelnde Perspektiven und schlechte Führung

Arbeitgeber müssen diesen Zustand nicht hinnehmen. Doch Kündigung sollte, wenn überhaupt, die allerletzte Option sein. Und oft, das sei an dieser offen erwähnt, ist es der Chef selbst, der seine Mitarbeiter demotiviert.

Denn sobald die Karriere ins Stocken gerät oder wenn man beruflich nicht weiterkommt, dann ist das für viele Angestellte ein Grund zu kündigen. Karriereförderung gibt es laut Manpower-Befragung nur für eine Minderheit. Gerade einmal zehn Prozent werden Perspektiven für das eigene berufliche Weiterkommen aufgezeigt. „Unternehmen, die Mitarbeitern keine Perspektiven aufzeigen, gehen ein großes Risiko ein“, warnt Vera Calasan: „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es grob fahrlässig, diesen Aspekt der Mitarbeiterbindung zu vernachlässigen“, so die Vorsitzende der Manpower-Geschäftsführung in Deutschland.

Ein weiterer Motivationskiller ist schlechte Führung. „Viele Führungskräfte ignorieren die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Mitarbeiter“, sagt Marco Nink. Er ist Verhaltensökonom und hat an der oben zitierten Gallup-Umfrage mitgearbeitet. Nink rät Führungskräften, die demotivierte Mitarbeiter wieder motivieren wollen, zum Aufbau einer Feedbackkultur. „Mitarbeiter brauchen Feedback und das Gefühl, dass man sie wahrnimmt. Nichts ist schlimmer als Desinteresse. Dann gehen die Mitarbeiter in die innere Emigration.“ Allerdings greift hier die „Schulterklopf-Taktik“ zu kurz. „Beschäftigte wollen konstruktives Feedback haben, keine Lobhudelei oder unbegründete Kritik“.

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