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Empfehlung / Tipps & Tricks

Was hilft bei Schlafstörungen?

Angaben des Robert-Koch-Instituts* zufolge leidet gut jeder vierte Deutsche unter Schlafstörungen. Bei knapp der Hälfte unter ihnen ist diese Störung behandlungsbedürftig. Der damit verbundene Schlafmangel sorgt für verminderte Leistungsfähigkeit, sowohl im Privatleben als auch am Arbeitsplatz. Doch was hindert uns am gesunden Schlaf und was hilft dagegen? Im Folgenden fünf Tipps & Tricks für einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Was sind die Ursachen?

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Oft hilft bereits die perfekte Schlafumgebung gegen Schlafstörungen. (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

So sehr man es sich als Betroffener und deren Angehöriger wünschen mag. Die eine Ursache für Schlafstörungen gibt es nicht! Bei dem einen sind sie in psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angstneurosen zu suchen. Beim anderen in organischen Erkrankungen wie Asthma oder Rheuma und beim nächsten liegt es vielleicht schlicht und ergreifend daran, dass er kurz vor dem Bett gehen E-Mails checkt. So oder so sollte man etwas gegen seine (Ein-) Schlafstörungen unternehmen.

Fünf Tipps & Tricks gegen Schlafstörungen

1. Schlafen Sie nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel! Acht Stunden Schlaf braucht der Mensch, so die Faustregel. Doch wie bei so vielem im Leben, ist auch hier auf die jeweils individuellen Schlafgewohnheiten Rücksicht zu nehmen. So kommen manche Menschen mit sechs Stunden Schlaf aus. Andere Schlafen tagsüber eine Runde – und das sogar am Arbeitsplatz (Stichwort: Powernapping). Wichtig dabei ist nur: schlafen Sie nicht zu lange. Das kann eher schaden als nützen.

2. Verzichten Sie auf Koffein, Nikotin und Alkohol. Ein Bierchen zum Feierabend ist okay, aber zum Einschlafen … ?!? Alkohol macht zwar schläfrig, sorgt aber dafür, dass Sie nachts wieder aufwachen und dann nur sehr wieder einschlafen können. Koffein und Nikotin regen an. Auf sie sollte ab dem Abend komplett verzichtet werden.

3. Pflegen Sie Einschlafrituale. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ein Umstand, den es beim Kampf gegen Schlafstörungen zu nutzen gilt. Verfolgen Sie Rituale. Zum Beispiel ein Abendspaziergang oder lesen Sie einen Zeitungsartikel oder Buch, das nichts (!) mit Ihrer Arbeit zu tun hat.

4. Schaffen Sie sich Ihre perfekte Einschlafumgebung. Ein Schlafzimmer ist ein Schlafzimmer und kein Multifunktionsraum. Das heißt, weder Fernseher noch Laptop haben in diesem irgendetwas zu suchen. Das Zimmer sollte ruhig, dunkel und weder zu kalt noch zu warm sein (ideal ist eine Zimmertemperatur von zirka 18 Grad Celcius), die Bettdecke der Jahreszeit angemessen sein und die Matratze weder zu hart noch zu weich.

5. Sorgen Sie für Stressabbau und Entspannung. Stress ist in unserer von Hektik geprägten Arbeitswelt eine der häufigsten Ursachen für Schlafstörungen. Die Mittel dagegen reichen von A wie „autogenes Training“ bis zu Y wie „Yoga“.

Wer auf der Suche nach Ideen für Stressabbau ist, um damit Schlafstörungen entgegenzuwirken, dem legen wir unsere dreiteilige zum Thema „So beugen Sie Stress und Burnout vor“ nahe.

(cs)

*Robert-Koch-Institut: „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), in: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 26, 29. Juni 2012.

2 Kommentare

  1. In meinen Stressseminaren sitzen immer so 3 – 4 Teilnehmer mit extremen Schlafstörungen. Und die in diesem Artikel empfohlenen Tipps halte ich für sehr sinnvoll und auch hilfreich.
    Der wichtigste Tipp dabei ist Stress abzubauen und das ist ein längerer Prozess, der oft nicht ohne professionelle Hilfe geht.
    Meine Meinung dazu ist, dass auch Unternehmen gerade in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren sollen, das rechnet sich.
    Gut dass solche Artikel immer wieder veröffentlicht werden, damit die Menschen für diese Themen mehr und mehr sensibilisiert werden.
    Allen hier wünsche ich einen erholsamen Schlaf.

    • Jürgen Schuster says:

      Das mit den Schlafgestörten in den Seminaren kann ich nur bestätigen. Allerdings sehe ich das mit den Tipps kritisch – diese sind so banal, dass jeder Schlafgestörte sie schon im Bettengeschäft oder in der Apothekenumschau gesehn hat. Und satt hat.
      Leider brauchen wir eine sehr viel differenziertere Betrachtung der Situation, sonst würden die Schlafstörungen im Land nicht von Statistik zu Statistik steigen. RKI ist (wie so oft?) hinten dran.
      Beste Gesundheit allen Lesern

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