Was die Attraktivität von New Work in den Unternehmen ausmacht

Team diverser Geschäftsmenschen in einem modernen Meetingraum im Gespräch

Digitalisierung ist seit geraumer Zeit ein relevantes und umfangreiches Thema in Deutschland und letztlich weltweit. Ob im Privatleben oder in der Arbeitswelt, die Digitalisierung hat in den letzten Jahren einiges im Leben der Menschen verändert. Größtenteils, weil komplizierte Prozesse, die bisher mit großem Aufwand verbunden und ausgesprochen zeitintensiv waren, inzwischen automatisch abgewickelt werden. Was das genau für einen Konzern bedeutet und weshalb New Work essenziell für die aktuelle Arbeitswelt ist und auf welche Weise die (neue) Art der Arbeitsgestaltung idealerweise zu berücksichtigen ist, wird im folgenden Beitrag näher erläutert.

Ein fundamentaler Wandel

Der Austausch zwischen den Mitarbeitenden ist in den letzten Jahren bedeutend schneller, effizienter, und simpler geworden – und das sogar standortübergreifend. Das impliziert, dass die Kooperation in unterschiedlichen Büros oder auch Ländern kein Hindernis mehr darstellt. Damit rückt im Wesentlichen der Zugewinn von Wissen, um problemlose Arbeitsabläufe und neue Jobs entstehen zu lassen, in den Fokus. Der Wandel, der sich infolgedessen in der Geschäftswelt vollzogen hat, veränderte die Bedürfnisse und Anforderungen der Angestellten, und revolutionierte gleichzeitig ebenso die Arbeitsgestaltung in den Unternehmen. Diese Form der Umwandlung definiert das Prinzip New Work.

Die wichtigsten Fakten

Team diverser Geschäftsmenschen in einem modernen Meetingraum im Gespräch
Enorme Chancen im geschäftlichen Alltag: Das Prinzip New Work ist inzwischen fest etabliert. (Bild: © Dragana Gordic | stock.adobe.com)

Anlässlich der zunehmenden Durchführung von Digitalisierung, Globalisierung und Entwicklung, genauer gesagt Weiterentwicklung, von Künstlicher Intelligenz beschreibt New Work die strukturelle Transition in Betrieben. Dass sich infolgedessen die Anforderungen der Generation Y an die Arbeitswelt veränderten, ist ein wesentlicher Punkt, der nicht unterschätzt werden sollte. Nicht zuletzt aufgrund der veränderten Werte, die den Millennials am Herzen liegen, ist es von zentraler Bedeutung, eine positive und demnach effiziente Arbeitsatmosphäre zu erschaffen, die mit den Möglichkeiten und dem Puls der Zeit geht.

Durch New Work werden neue Chancen und Optionen in der Abwicklung von Arbeitsprozessen ermöglicht, die genutzt werden sollten. Ein interessantes Beispiel ist der Krypto- oder Aktienmarkt. Hier gibt es etwa deutlich mehr Hilfsmittel wie Trading Bots, Plattformen und Apps, die es ermöglichen, simpel und schnell beispielweise über einen entsprechenden Anbieter Bitcoin zu erwerben, gleiches gilt für Aktien aller Art. Das bietet Kund:innen und Investor:innen bessere Optionen, um ihr Geld zu vermehren.

Von diesem Beispiel übertragen und allgemein bedeutet New Work ein neues und verändertes Mindset in den unterschiedlichen Unternehmen, wie etwa im Hinblick auf

  • eine flexible Arbeitsplanung,
  • das Entfalten von Potenzial der Mitarbeitenden,
  • eine angemessene Work-Life-Balance und
  • das Einbeziehen der Angestellten in bedeutsame Entscheidungen.

Auch hinsichtlich der Technologien an sich ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, wie zum Beispiel beim Thema Gesundheitssystem und Blockchain.

Vorsicht! Das sollte beachtet werden

Für New Work gibt es keine Pauschallösung, die auf jede Firma zutrifft und standardmäßig angewendet werden kann. Jeder Betrieb steht vor charakteristischen Herausforderungen, die es zu meistern gilt, und Bedürfnisse, die betrachtet werden müssen. Dabei spielen Klient:innen, der Wettbewerb, Dienstleistungen und auch Produkte, Arbeitskräfte und Arbeitsabläufe eine relevante Rolle. Um weiterhin zukunftsfähig zu sein, sollte sich ein Unternehmen unbedingt mit New Work befassen, weil nur so auf Dauer herausragende und zufriedene Mitarbeitende gefunden und anschließend gebunden werden können. Auch hat sich das Konzept New Work als wirksames Mittel zur Steigerung der Produktivität und Innovationskraft erwiesen.

Arbeitsplätze, die nach dem New-Work-Prinzip gestaltet sind, bieten der Belegschaft Freiräume für Kreativität, jedoch auch für konzentriertes (Ab-) Arbeiten; hier ein gutes Mittelmaß zu finden ist nicht leicht. Genauso selbstverständlich wie Homeoffice und die Möglichkeit zum Digitalen Nomadentum sind Co-Working-Spaces und geeignete Meetingräume und weitere Nutzungszwecke der Räumlichkeiten.

Warum New Work?

Die Praxis zeigt: Betriebe, die das New-Work-Prinzip anwenden, haben deutlich bessere Chancen, kompetente Fachkräfte an sich zu binden. Diese Bilanz zog bereits eine Studie namens „Arbeitsplatz der Zukunft 2018“ (siehe externe PDF-Datei). Die Erhebungen haben belegt, dass die arbeitsplatzspezifischen Aspekte in Zusammenhang mit New Work bei Arbeitnehmer:innen eine elementare Rolle spielen, um sich für eine Firma zu entscheiden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Das Schlagwort alleine reicht nicht aus, da es oft schwammig verwendet und nicht etwa mit vorhandenen Benefits beschrieben wird.

Daher gilt: Konkrete Vorteile nennen und bestehende Möglichkeiten skizzieren, die über (auch neu geschaffene) digitale Prozesse und die (womöglich kürzlich verbesserte?) technische Ausstattung umsetzbar sind. Ein Beispiel: Beinahe die Hälfte der Befragten empfindet ausreichend Freiheiten und eine angemessene Work-Life-Balance als ausschlaggebend, um sich für ein Stellenangebot zu entscheiden. Dieses Potenzial gilt es beim Recruiting zu nutzen.

Corona bietet Unternehmen neue Chancen

Selbstverständlich bedeutet das Nachkommen der Homeoffice-Pflicht einen gewissen Aufwand. Doch gerade jetzt, da viele Unternehmen ihr Personal nun ins Homeoffice geschickt haben und die Büroräume fast leer stehen, ist der perfekte Zeitpunkt, um diverse Umbauten durchzuführen, ohne die laufenden Prozesse zu stören. Die Arbeitsplätze nach dem New-Work-Prinzip attraktiver zu gestalten, trägt maßgeblich zu steigender Produktivität der Mitarbeitenden bei.

Doch Vorsicht bei halbgaren Ideen: Unternehmen können nicht alles „irgendwie“ verändern und unter dem Deckmantel von New Work präsentieren. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Thematik ist erforderlich, um die Wirkungsmechanismen und das Konzept von New Work zu verstehen – was natürlich auch und ganz primär für die Führungsebene gilt. Die beschriebenen Maßnahmen sind nur dann erfolgreich, wenn

  • durch Veränderungen letztlich die Selbstbestimmung, der Einfluss, die Bedeutsamkeit und die Kompetenzen der verschiedenen Mitarbeitenden erhöht werden
  • der Wandel durch die Führungskräfte bestätigt und mitgetragen wird.

Dies sind essenzielle und ausschlaggebend Faktoren und Voraussetzung für ein produktives (Arbeits-) Umfeld und damit für ein florierendes Unternehmen.

HCC Redaktion

... schreibt über alle möglichen Themen rund um Mitarbeitergesundheit und Personal. Wichtige Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsplatzgestaltung, Psyche, Ernährung, Bewegung und weiteren Einflussfaktoren nachhaltiger Gesundheitsprävention. Neben Fachartikeln und Tipps & Tricks-Beiträgen werden Interviews mit einschlägigen Persönlichkeiten zu BGM, BGF und mehr veröffentlicht.

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