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Empfehlung / Psyche

Tabletten oder die Weisheit der Vielen – Was hilft gegen Schlafprobleme?

Schlaf und Arbeit sind auf das engste miteinander verbunden. So arbeiten die Menschen 40 Stunden pro Woche und ebenso viel Zeit verbringen wir mit Schlaf – im Idealfall. Doch immer mehr Berufstätige leiden unter chronischem Schlafmangel. Dabei sind Schlafprobleme nicht nur für die Betroffenen selbst ein Problem, sondern auch für Unternehmen. Denn mit den nächtliche Ein- und Durchschlafstörungen, gehen Tagesmüdigkeit und berufliche Beeinträchtigungen einher. Worin liegen die Ursachen und was hilft gegen Schlaf wirklich? Viele greifen auf Medikamente zurück oder setzen bei der Suche nach Antworten auf die Weisheit der Vielen. Doch woran erkennt man einen guten Rat?

Kein Schlaf, keine Leistung

Wecker, Zeit, Schlaf, Stress

70 Prozent der Frauen und über 48 Prozent der Männer leiden unter Schlafproblemen (Bild: manwalk / pixelio.de)

Denn dieser spielt sowohl für die körperlichen als auch psychischen Regenerationsprozesse eine wichtige Rolle. Wer zu wenig schläft hat mit mangelnder Konzentrationsfähigkeit, Stress und einem damit verbundenen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand zu kämpfen. Das geht aus einer gemeinsamen Studie der  Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Instituts in Berlin, des St. Hedwig Krankenhauses, Berlin und der AG Schlafforschung & Klinische Chronobiologie, Berlin hervor. In einem Zeitraum von drei Jahren wurden über 8.000 Männer und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren zu ihrem Schlafverhalten befragt. Dabei kam heraus, dass in der Altersgruppe der 18- bis 59-jährigen fast 70 Prozent der Frauen und über 48 Prozent der Männer drei Mal die Woche oder öfters Probleme mit dem Ein- beziehungsweise Durchschlafen haben.

Überforderung und Schlafprobleme: Neue Medien als Ursache?

Eine wesentliche Rolle für die Schlafprobleme scheint die durch neue Technologien und Medien veränderte Arbeitswelt zu sein. So ergab eine Umfrage des iap, Institut für Arbeit & Personal der FOM Hochschule unter bundesweit über 850 Berufstätigen, dass für 29 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland Überforderung zum Berufsalltag dazugehört. Und hier sind die Innovationen aus der Informations- und Kommunikationsbranche Fluch und Segen zugleich. Zweifelsohne ermöglichen uns mobile Endgeräte wie zum Beispiel Tablets und Smartphones mehr Aufgaben in kürzerer Zeit zu erledigen. Doch das „mobile Büro“ hat für eine Entgrenzung zwischen Arbeit und Berufswelt gesorgt. Im Rahmen eines Forschungsprojekts stellten Wissenschaftler am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt fest, dass inzwischen 30 Prozent der Beschäftigten vor dem Schlafengehen – und nach dem Aufstehen – E-Mails checken.

Dabei sind die Arbeitgeber anscheinend die Treiber dieser Entwicklung. Denn immer mehr Unternehmen statten ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit prestigeträchtigen Smartphones aus, was unter ihnen den Druck erhöht, sich auch privat verfügbar zu halten.

Der Griff zur Schlaftablette – besonders bei Frauen beliebt

Viele versuchen Schlafproblemen respektive die damit verbundenen und oben aufgezählten negativen Auswirkungen mit Medikamenten entgegen zu wirken. Dabei greifen, oben zitierter Studie aus Berlin zufolge, besonders häufig die Frauen auf Schlafmittel zurück. Mit insgesamt 7,9 Prozent liegt ihr Anteil doppelt so hoch als jener der Männer (3,6 Prozent). Oft werden die Medikamente eingenommen, ohne zuvor den Arzt zu konsolidieren. Ein Umstand der Medizinern Anlass zur Sorge bereitet, da gerade Einnahmen über einen längeren Zeitraum abhängig machen kann. Sie raten Betroffenen zunächst auf rezeptfreie und homöopathische Mittel zurückzugreifen sowie ihre Ernährung umzustellen und regelmäßig Sport zu treiben.

Schlafprobleme: auf die Weisheit der Vielen hören?

Eine Meinung, die sich anscheinend auch mit der so genannten Weisheit der Vielen deckt, auf die immer mehr Menschen bei der Suche nach Antworten auf die Fragen wie „Was hilft gegen Schlafprobleme?“ „Welche Schlaftabletten helfen ohne abhängig zu machen?“ setzen. Auf Ratgeber-Plattformen wie gutefrage.net geben Menschen Ratsuchenden Tipps an die Hand. Doch woran erkennt man einen guten Rat? Dieser sollte frei von Polemik sein und auch Alternativvorschläge enthalten. So schreibt einer auf die Frage nach „Guten Schlaftabletten?“, dass man vor der Einnahme starker Mittel zuallererst einen Arzt aufsuchen sollte. Zudem sollte man zunächst auf natürliche Produkte wie Baldrian oder Hopfen bauen.

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